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Erkundungs-Expedition ins nördliche Zentralamerika
nach Guatemala, Chiapas, El Salvador, Honduras und Belize
im Oktober 2014
1. Prolog: CUBA 2. Guatemala Hochland 3. Chiapas, México 4. Petén - Tikal 5. GUA - Überfall 6. El Salvador,Honduras 7. Belize
Samstag 6.09.14 Erkundungsreise ins tropische Amerika: 1.Teil - CUBA - Havanna liebe leute,
wie angekündigt, könnt ihr mich hier auf einer neuen erkundungsexpedition ins tropische lateinamerika begleiten. sie wird mich nach guatemala und die benachbarten kleineren mesoamerikanischen staaten sowie südmexiko führen, um dort eine mir seit langem vorschwebende "maya-entdeckerreise" auf die beine zu stellen. später will ich auch in der dominikanischen republik - cubas "kapitalistischer schwester" - schauen, inwiefern sich dieses land denn nun von cuba unterscheidet, wo doch die mentalitäten der bevölkerung sich so sehr ähneln sollen, und was es dort außerhalb der abgelegenen, berühmt-berüchtigten all-inclusiv-anlagen zu entdecken gibt.
gestern abend landete ich aber erst mal im mir (und auch vielen von euch :) ja schon wohlbekannten cuba, um hier unsere nächsten freundeskreisreisen im kommenden frühjahr abzusichern. einige buchungen, vor allem auch in privaten unterkünften, wollen vorab besichtigt und für uns genehmigt sein; viele reservierungen getätigt werden. insbesondere wenn ein bereits bewährtes programm sich ändert, ist da viel zu berücksichtigen..
ich kann kaum beschreiben, wie schön es ist, wieder durch die vertrauten gassen havannas zu schlendern, den typischen, leicht modrig-tropischen geruch in der nase zu haben und auf der straße ständig lautstark von alten bekannten mit dem ebenfalls typischen küsschen begrüßt zu werden. da tut es auch keinen (na ja: zumindest wenig) abbruch, dass die internet-verbindungen mal wieder unter aller kanone sind und halt alles irgendwie fachmännisch improvisiert ist. aber das ist halt cuba: liebenswert zurück, eine zeitreise in die 50'er jahre..
dabei sieht man aber auch allerorten den aktuellen fortschritt, der durch einige system-"anpassungen" (wie es genannt wird) hervorgerufen wird: überall schießen frisch renovierte neue bars und lokale aus dem boden, der taxifahrer fährt mich (nunmehr legal) auf eigene rechnung, und schon im flieger fielen mir die vielen cuabaner auf, die von einem deutschland-urlaub nach hause kamen. cubaner können inzwischen weltweit reisen, eingeschränkt nur noch durch die restriktive visa-vergabe mancher besuchsländer (insbesondere: schengen!!). freilich sollte man cuba fairerweise nach wie vor nicht mit hoch entwickelten ländern vergleichen - aber im vergleich zu anderen entwicklungsländern liegt es wieder weit vorn..
die nächsten tage werden mich auch durch das hinterland nach trinidad und viñales führen, bevor die reise dann in zwei wochen nach guatemala fortgesetzt wird. dies hier nur als erstes zeichen meines guten eintreffens im ersten ziel, euch alles gute und ganz liebe grüße also derzeit aus swinging havana, thomas :)
Mittwoch 10.09.14 CUBA: Abreise ins Hinterland
liebe leute,
hier mal wieder eine kurze meldung aus cuba:
in havanna hat sich bislang alles zum guten entwickelt, sowohl was ganz allgemein die gesellschaftliche öffnung betrifft wie auch speziell unsere planungen neuer gruppen mit privathaus-anschluss. überall gibt es neue cafés und geschäfte, und langsam lernen die cubis den inhalt des begriffs "konkurrenz" kennen. und unser neues programm ist agenturmäßig auf den weg gebracht.
nun werde ich aber die hauptstadt vorerst verlassen und "al campo" reisen, also ins hinterland nach trinidad und vinales, um dort die gewünschten privathäuser auszuwählen, in denen wir künftig cubanisches leben von innen kennen lernen wollen. das wird allerdings einige tage brauchen, und währenddessen werde ich kaum ins internet kommen, wie ich den laden hier kenne. so werden neue berichte wohl erst bei meiner rückkehr nach havanna in ca. einer woche zu erwarten sein.
ich nehme mal an: spannender werden die berichte, wenn ich dann wieder krasses neuland in mesoamerika erkunde, um die favorisierte zukünftige maya-tour auszuarbeiten. in guatemala und umgebung gibt es ja genügend bekannte (und entsprechend überlaufene) ruinen und pyramiden - aber inzwischen weiß ich, dass es darüber hinaus im urwald noch hunderte versteckter, kaum erforschter maya-hinterlassenschaften gibt. da werde ich jetzt langsam ganz unruhig, wenn ich dran denke, da irgendwie mit indianischen führern hinzugelangen: endlich wieder richtig abenteuer !! :)) na hoffentlich ist das nicht alles nur einbildung. ihr werdet es hier bald erfahren..
vorerst verabschiede ich mich also erst mal richtung oriente, ganz liebe grüße aus cuba, euer mann in havanna :)
Samstag 20.09.14 CUBA: alles klar.. :)
liebe leute,
gerade bin ich von der rundreise durchs cubanische hinterland nach trinidad und vinales zurück in havanna: die von mir gewünschten casas particulares (privathäuser im sinne von bed+breakfast) zu finden und unter vertrag zu nehmen, war keinerlei problem.
seit meiner letzten weihnachtsgruppe hat sich das straßenbild schon wieder etwas verändert: so öffnen nun auch in trinidad mehr und mehr bars und cafés, und abends sind nicht mehr nur die treppen an der plaza dicht besetzt, sondern auch die ganze umgebung blüht regelrecht auf. und auf den straßen sieht man zwar immer noch genau so viele 50'er-jahre-straßenkreuzer wie zuvor, aber dazwischen nun auch den ein oder anderen privaten schrott-kleinwagen: ähnlich wie bei uns gleich nach dem mauerfall alte westautos in den osten gingen, scheinen umliegende länder ihre schrottkisten seit der automobilen öffnung vor 6 monaten nach cuba abzustoßen. (gerade habe ich auf la palma einen uralt-panda, der abgasmäßig nicht mehr durch den tüv kam, verschrotten müssen - den wäre ich hier glatt noch für gutes geld los geworden. wenn er halt in die hemdtasche gepasst hätte.. :)
durch die vielen neuerungen müssen aber auch die geltenden vorschriften ständig angepasst werden, was nun auch eine verwirrende seite hat: man weiß gar nicht mehr so recht, was gilt und was nicht. wobei "man" diesmal die cubis selber sind, bzw. sogar die amtsträger. so ist auch mir plötzlich wieder gar nicht so klar, ob - und gegebenenfalls welche - casas particulares ich in unserem programm berücksichtigen kann: dazu habe ich nun bereits mehrere, einander allerdings ausschließende ansichten gehört. na gut: da arbeiten wir noch dran..
und diese arbeit wird hier auch nach meiner abreise weiter gehen: zurzeit bin ich ja auf dem sprung nach zentralamerika, genauer nach guatemala und seine nachbarstaaten, wo ich in den nächsten wochen eine maya-rundreise entwickeln will. da dabei nicht nur die bekannten klassiker berücksichtigt, sondern auch einige verstecktere tempelanlagen ins rechte licht gerückt werden sollen, werde ich also auch ein wenig abseits der ausgetretenen pfade durchs gebüsch schleichen müssen - da freu ich mich schon mächtig drauf..!! :))
kommenden montag treffe ich also in antigua ein, wo ich mich gleich mit rené treffe, der einigen hier mitlesenden ja ein begriff ist. ab dann wird es hier auch wieder spannend - bis dahin alles gute und besten gruß nach haus, thomas :)
nach oben Dienstag 23.09.14 Guatemala: ANTIGUA, alte Kolonial-Hauptstadt
liebe leute,
nun bin ich also tatsächlich in GUATEMALA gelandet - nach so vielen jahren des bloßen "vorhabens".. :)
mit einem shuttle-bus kann man vom flughafen GUA aus direkt und sehr günstig nach antigua, der (sehr) alten kolonialen hauptstadt des landes, kommen, unter umgehung des molochs guatemala city. in antigua quartierte ich mich in einem netten kleinen preiswerten hostel ein, von denen es hier unzählige gibt. dann traf ich mich mit rené, der hier viele jahre eine agentur geführt hat, und wir schlenderten durch die stadt, wobei er mir auch die mich möglicherweise interessierenden (gruppen-) hotels zeigte.
der erste eindruck von "guate" ist etwa folgender: die stadt antigua liegt malerisch im hochland zwischen teils aktiven vulkanen, sieht aber beinahe aus wie trinidad an cubas karibikküste: ganz ähnlich die niedrigen kolonialen pastellfarbenenen häuser mit mönch-und-nonne-walmdächern und schmeideeisernen gittern vor den oft bodenlangen fenstern/läden, kopfsteingepflasterte straßen und viele menschen darauf unterwegs. im unterschied zu trinidad gibt es hier allerdings schon eine ganze menge autos, die die sonst so fotogenen straßen zuparken. (na hoffentlich bleibt uns das in trinidad noch eine weile erspart, auch wenn die weichen in diese richtung ja nun auch dort bereits gestellt sind..) die guatemalteken ähneln wiederum viel eher südamerikanischen ecuadorianern als zentralamerikanischen costa ricanern oder panamáern, was an den ähnlich bunten trachten der indigenas (indianer) und deren ähnlich gedrungenem körperbau, aber auch am ähnlich gesprochenen spanisch liegen mag: wo sonst z.b. das "s" von den latinos ja oft verschluckt wird, wird es hier weich, aber geradezu überdeutlich mitgesprochen. auch der typische ecuadorianische "kicks" (kopfton) wird hier fast genauso betont verwendet. es mag natürlich tatsächlich am indigenen einschlag liegen: sowohl in ecuador wie in guatemala (aber auch z.b. bolivien) gibt es sehr viele indianer, die in bestimmten landesteilen sogar die übergroße mehrheit stellen (im hochland in den kleinen dörfern), während es in panamá oder costa rica ja kaum noch indigenas gibt (in panamá in abgelegenen gebieten wie kuna yala und darién allerdings doch..). hier wie dort sprechen die indigenas in ihren dörfern ihre alten sprachen (in ecuador die alte inkasprache quetchua/ketschua, hier ihre alten maya-sprachen) und lernen spanisch erst in der schule..
antigua wurde - und wird - immer wieder von erdbeben heimgesucht, die die stadt bereits mehrfach zerstört haben. entsprechend viele ruinen gibt es zwischen den renovierten häusern (auch dies eine ähnlichkeit mit trinidad, auch wenn die ruinen dort nix mit erdbeben zu tun haben.. ;) einige der alten kolonialen kirchen liegen daher in trümmern, recken aber noch immer imposante fassaden hoch über die umliegenden zumeist einstöckigen häuserblocks. diese häuserblocks wiederum sind oft schmucke alte herrschaftshäuser, einige von ihnen liebevoll zu edlen herbergen mit patios und dachterrassen umgebaut. einige dieser wunderschönen schmuckstücke haben wir also genauer besichtigt, und ich habe auch bereits meine favoriten für unsere freundeskreisgruppen gewählt.. :)) später saßen wir noch lang in einem wirtshaus und besprachen beim abendessen mögliche programme und routen. dabei bin ich hier unversehens in eine umbruchphase geraten, da rené nach 16 jahren guatemala das ruder noch einmal neu ausrichten will und mit seiner familie in die schweiz zieht. seine reiche erfahrung aus diesem teil der welt wird uns aber in jedem fall sehr weiterhelfen..
heute morgen durchstöberte ich kreuz und quer die gassen antiguas, um ein gefühl für diesen ort zu bekommen. es gibt unzählige lokale, bars und kneipen, der markt ist ein typisch lateinamerikanisches gewusel, und trotz nebensaison spazieren einige wenige touristen, sprachschüler und verschiedene NGO-mitarbeiter über die plazas. allerdings ist zurzeit noch regenzeit im hochland, so dass ich am nachmittag in einem lokal schutz vor einsetzendem starkregen suchen musste. morgen werde ich voraussichtlich mit dem bus durchs hochland richtung atitlán-see fahren - davon dann später mehr.
dies als erstes lebenszeichen aus einer "neuen welt" über'n großen teich - ganz liebe grüße aus antigua, guatemala, thomas :)
Samstag 27.09.14 GUA: Atitlán-See, Chichicastenango, Quetzaltenango
liebe leute,
nach einer ca. 2-stündigen busfahrt aus antigua kommend auf der hier fast autobahnmäßig ausgebauten interamericana (bei uns bekannt als panamericana) durch das grüne hochland guatemalas mit passhöhen von immerhin 2.500 m.ü.NN. erreichte ich ein weiteres bekanntes wahrzeichen des landes: den berühmten, 130 km2 großen atitlán-see, auf 1.500m höhe malerisch in einem gewaltigen kessel zwischen idealtypischen vulkankegeln gelegen. so steil wie die calderawände aufragen, so steil geht es auch in die dunkelblauen tiefen: der atitlán-see ist mit 340m der tiefste see zentralamerikas.
an seinen ufern liegen einige kleinere maya-dörfer, einheimische fahren mit booten zum fischen. von panajachel (kurz "pana" genannt) aus, wo ich günstig in einer kleinen, von indianern geführten pension unterkam, konnte ich mit den normalen fährbooten einige dieser dörfer aufsuchen - es gibt kaum straßen in der gegend. in santiago atitlán - unmittelbar unter dem gewaltigen vulkan tolimán gelegen - wird in einem haus der (ganz und gar unchristliche) heilige maximón (sprich: maschimohn) verehrt, eine aus altem mayaglauben und katholischem heiligen synkretisierte, sauber geschnitzte holzfigur, die gerechter weise jedes jahr in einem anderen haus der einheimischen eine vorübergehende heimstatt erhält und inbrünstig verehrt wird, da er in der lage ist, je nach bedarf kranke zu heilen oder freundInnen zu organisieren. dazu muss man ihm nur ordenlich feuerwasser in den hölzernen mund gießen, eine zigarre spendieren und heftig mit übel qualmenden weihrauchschalen schlenkern, und natürlich fließend maya mit ihm reden. und !! eine kerze im korrekten farbcode vor ihm entzünden und aufstellen: z.b. sind gelbe kerzen gegen krankheiten, blaue für geschäftlichen erfolg, und rote für die liebe. (die meisten kerzen sind rot..)
eine weitere busfahrt durchs hochland brachte mich nach chichicastenango (oder kurz "chichi"), wo donnerststags und sonntags ein landesweit bekannter markt abgehalten wird. dann sind die gassen und vor allem die plaza mit marktständen gerammelt voll, und man schiebt sich durchs gedränge der in landestracht erschienenen indianer der umgebung. auf einem hügel in der nähe wird wieder ein tausend jahre altes (also vorchristliches) heiligtum verehrt: paxal abaj, ein uralter steinkopf, umgeben von flachen steinkreuzen (die also keine christliche symbolik vorwegnehmen, sondern die vier kardinalpunkte der mayawelt darstellen), der ebenfalls mit viel feuer und rauch in ehren gehalten wird. die auf seinem steinaltar geopferten speisen werden regelmäßig und dankbar von ihm in gestalt streunender hunde verzehrt, so dass auch immer wieder platz für nachschub frei wird. (ich LIEBE solch praktische glaubensauffassungen..!! :))
für meine erkundungen muss ich hier übrigens ernsthaft früh aus den federn, denn der halbe tag geht mit regenzeit drauf: morgens ist es meist sonnig und warm, aber gegen mittag bezieht es sich, und spätestens gegen drei beginnt es zu schiffen. erst noch langsam und mit pausen zum nachhause eilen, aber dann immer heftiger - und schon zweimal derart sintflutartig, dass ich probleme hatte, durch die zu flüssen angeschwollenen straßen nach haus zu kommen. jedenfalls hab ich meinen stets mitgeschleppten schirm noch nie so oft und dringend gebraucht wie auf dieser reise..
heute bin ich daher schon um 6 uhr früh nach quetzaltenango gefahren, wieder durch das hochland über einen 2.800 m hohen pass. dieser bei backpackern beliebte ort wird von den einheimischen schlicht Xela (sprich: schehla) genannt und gibt m.e. trotz seines klangvollen namens außer ein paar reichlich protzigen kolonialgebäuden rund um die plaza nicht allzuviel her. mit dem taxifahrer, der mich zum hostel brachte, erkundete ich gleich noch die umgebung: sehr schön gelegene heiße thermalquellen in den regenwald-bergen (da regnet es halt eh immer) und einen weiteren, mit maximón verwandten heiligen: san simón, in zunil. sehr viel lokalkolorit gab es während einer von vielen einheimischen besuchten beerdigung in einem bergdorf. bis zum einsetzen des regens blieb mir dann noch zeit, xela selber zu durchstöbern; und jetzt hab ich halt - während es draußen rauscht - zeit, meine auskundschaftungen laptopmäßig zu erfassen und den reisebericht zu tippen, bis ich mich zum abendessen noch mal mit schirm in ein benachbartes kleines lokal verdrücken werde.
morgen sehr früh geht es weiter hinauf in die berge, zu ganz abgelegenen indianerdörfern, und dann nähere ich mich auch schon der mexikanischen grenze. dazu dann ein andermal - bis dahin ganz liebe grüße aus dem "winterlichen" guatemala, thomas :)
Dienstag 30.09.14 GUA: Todos Santos; und ein paar Worte zum "internen Konflikt" (Bürgerkrieg)
liebe leute,
nun habe ich meinen ausflug in die berge zu abgelegenen maya-dörfern auch schon hinter mich gebracht.
nach langer fahrerei auf haarsträubenden straßen über 3.300 m hohe pässe und durch abgrundtiefe schluchten wurden die dörfer immer seltener, einfacher und gestreuter. die einheimischen bauern - angehörige des mam-clans (ein maya-volk der gegend hier) - bearbeiten ausschließlich in handarbeit ihre felder, die teilweise fast senkrecht an den steilhängen kleben. obwohl es in der regenzeit häufig hangrutsche gibt, ist mir nicht klar, wie diese felder überhaupt auch nur einen augenblick stabil bleiben.
diese bauernfamilien wohnen oft inmitten ihres maisfeldes oder in geschlossenen dörfern entweder noch in ihren althergebrachten adobe-lehmziegelhäusern, was recht malerisch wirkt, oder sie haben sich inzwischen ein "modernes", zumeist unverputztes betonblocksteinhaus mit wellblechdach daneben gebaut und benutzen das alte haus nur noch als schuppen, stall o.ä. verständlich vielleicht, macht so ein dorf allerdings nicht eben hübscher..
die indianer dieser abgelegenen gegenden tragen noch ihre alten trachten (auch die männer), so dass die angehörigen eines volks fast wie uniformiert wirken. die armut ist teilweise kaum auszuhalten, und die folgen des "internen konflikts", wie der jahrzehntelange bürgerkrieg hier reichlich euphemistisch genannt wird, sind auf dem land noch am meisten zu spüren, wo fast alle älteren frauen witwen sind, die ihre männer damals im krieg verloren haben.
dieser krieg begann bereits in den 50'er jahren, nachdem der mit großer mehrheit und noch größeren hoffnungen demokratisch gewählte schweiz-stämmige präsident jacobo arbenz - der die überkommenen feudalen, völlig unproduktiven großgrundbesitzverhältnisse mit einer groß angelegten agrarreform modernisieren wollte, um die maya-bauern aus ihren jahrhundertealten sklavenähnlichen abhängigkeitsverhältnissen heraus und in ordentliche lohnarbeitsverhältnisse hinein zu bringen - von der ersten dokumentierten CIA-undercover-action gestürzt wurde. statt dessen etablierten die amis eine stramme rechtsdiktatur, um die vermuteten kommunistischen umtriebe nachhaltig zu ersticken. damit hatten sie aber - wie so oft - mal wieder die tatsächliche lage komplett missinterpretiert: in den 80'er jahren wurde auch von der amerikanischen entwicklungsorganisation aid eingeräumt, dass die landreform von arbenz "gemäßigt und fortschrittlich" war.
kleiner nebenkriegsschauplatz: der junge arzt ernesto "ché" guevara hatte im guatemala der arbenz-regierung die landbevölkerung unterstützt und musste nach der machtergreifung der diktatur, die jeden fortschrittlich denkenden menschen mit todesschwadronen verfolgte, das land verlassen. er ging daraufhin nach mexiko, wo er später per zufall einen anderen jungen revolutionär - den cubanischen rechtsanwalt fidel castro - traf, der gerade in seinem land eine ähnlich brutale diktatur mit der einzig verbliebenen option, nämlich waffengewalt, bekämpfen wollte. zutiefst beeindruckt von diesem idealismus und todesmut schloss "ché" sich der jeder wahrscheinlicheit nach zum scheitern verurteilten aktion an - und veränderte den lauf der geschichte zumindest dieser insel..
in guatemala - genau wie in allen anderen zentralamerikanischen US-gestützten diktaturen - mussten fortschrittlich denkende menschen in den untergrund gehen oder emigrieren. militär und todesschwadronen durchkämmten die abgelegenen dörfer auf der suche nach "insurgenten" und töteten jeden, der irgendwie verdächtig war. dies ließ immer mehr männer aus den dörfern in die wälder fliehen und sich der dort entstehenden guerilla anschließen. um der guerilla die basis zu nehmen, trieben die militärs ganze dorfbevölkerungen zusammen und ermordeten sämtliche dorfbewohner - also überwiegend alte, frauen und kinder; und: ganz überwiegend indianer. was zwar immer mehr männer in den untergrund trieb, die dann jedoch allzuhäufig spätestens bei den resultierenden kampfhandlungen unterlagen, da die diktatur - dank massiver amerikanischer unterstützung - nie ernsthaft in gefahr geriet.
immerhin konnte die diktatur auch keinen definitiven militärischen sieg davontragen, was nach dem ende des kalten krieges zu friedensverhandlungen führte, die ab 1996 in wahlen mündeten. bisher ist aber noch keine wahl unbeanstandet verlaufen, und nach dem kurzen zwischenspiel des sozialdemokraten álvaro colóm regiert zurzeit mit otto pérez molina wieder ein ehemaliger general, der - laut anklage von menschenrechtlern - unter dem blutrünstigsten diktator der zeit des "internen konflikts", dem bigotten evangelikalen general efraín ríos montt, am genozid an den indianern und verschiedenen anderen politischen morden beteiligt war. also insgesamt auch heute keine wirklich rosigen aussichten..
wie auch immer: ich bin jetzt in einem ganz gemütlichen typischen hochlandstädtchen, dem an der straße nach mexiko gelegenen huehuetenango, wo ich morgen richtung chiapas reisen werde, und habe soeben die maya-ruinen von zaculéu besucht: die ersten, die ich hier zu gesicht bekommen habe. man hat sie in den 40'er jahren nicht eben fachmännisch restauriert, aber man kann sie alle besteigen, und kinder spielen auf dem alten ballspielplatz - ball..!! :)
der nächste bericht wird wohl schon aus san cristóbal de las casas kommen, dem hauptort der zapatisten (maya-befreiungsbewegung) im mexikanischen chiapas. dazu dann später mehr - bis dahin ganz liebe grüße noch aus guatemala, thomas :)
nach oben Mittwoch 1.10.14 MEXIKO: Chiapas - San Cristóbal de las Casas; Zapatistas - und ein Schock
liebe leute,
obwohl ich in den letzten tagen viele neue schöne neue erlebnisse hatte, findet ihr mich heute arg geschockt, denn ich wurde völlig unerwartet zeuge eines tragischen todesfalles. da es sich auch noch um ein kind handelte, hat mich das doch sehr nachdenklich gemacht. doch ich will nicht vorgreifen und berichte der reihenfolge nach:
vor einigen tagen überschritt ich - aus guatemala kommend - die grenze nach mexiko, in den südlichen bundesstaat chiapas. dieser staat ist vor einigen jahren durch die aktionen des zapatistischen befreiungsheeres EZLN bekannt geworden. dazu gleich mehr.
man muss die grenze - deren formalitäten unproblematisch sind - zu fuß überqueren, um drüben einen mexikanischen bus zu besteigen. die straße führt dann in südmexiko zunächst über eine tischflache ebene, bevor sie sich wieder in die grünen berge hinauf schraubt. gegen abend erreichte ich die stadt san critóbal de las casas, die 1994 zum ersten mal in unseren schlagzeilen auftauchte, als die zapatistas sie im handstreich besetzten und erstmalig ihre forderungen nach respektvoller und würdiger behandlung der indianischen urbevölkerung vortrugen.
das städtchen ist ein wahres schmuckstück: mit ihrer unverdorbenen kolonialarchitektur schmiegt sie sich auf 2.200 m in ein liebliches tal des südlichen hochlandes. der seit einigen jahren langsam einsetzende tourismus hat eine ganze anzahl von lokalen und geschäften entstehen lassen, so dass man hier außerordentlich gemütlich bummeln und "kneipen" kann. diese stadt hat durchaus das potenzial, antigua mittelfristig den rang abzulaufen..
in der umgebung liegen einige dörfer der tzotzil-maya, die auch zum markt in die stadt kommen und überhaupt das straßenbild prägen. sie sitzen wie in cusco auf den stufen der kathedrale oder bieten auf der hübsch gestalteten plaza ihre fein gewebten stoffe zum kauf an. ein kleines einfaches hotel für mich und ein nettes gemütliches hotel für freundeskreisgruppen waren schnell gefunden; ebenso ein junger guide, der mit viel engagement die lebensweise der indianer und die beweggründe der zapatistas lebensnah erläutern konnte.
diese indianische bewegung ist ja auch in deutschland bekannt geworden: das sind die etwas finster wirkenden gestalten mit den schwarzen skimasken vorm gesicht. so werden sie sogar auf hiesigen naiven bildern dargestellt. es handelt sich um eine basisbewegung der maya, die nicht um die politische macht, sehr wohl aber für eine respekt- und würdevolle behandlung kämpft, nachdem die indianer noch in den 1990'er jahren aus "weißen" lokalen flogen und den gehweg für jeden weißen fußgänger räumen mussten, und überhaupt unter ganz erbarmungswürdigen umständen lebten - obwohl rassismus in mexiko laut verfassung gar nicht existieren dürfte.
mit dem namen berufen sie sich auf emilio zapata, einen mestizischen bauernführer des frühen 20'sten jahrhunderts, der an der seite pancho villas gegen die damalige diktatur von porfirio díaz kämpfte und 1919 in einem hinterhalt ermordet wurde. der legende nach hat er diesen anschlag aber überlebt und sorgt noch heute für die sicherheit seiner leute. daher nennt sich der anführer des EZLN-befreiungsheeres ganz bewusst "SUBcomandante insurgente marcos" (marcos, UNTERführer der aufständischen), da der wahre comandante eben emilio zapata ist und bleibt, auf dessen sozialrevolutionäre ideale man sich beruft.
diese bewegung hat - nach anfänglichen militärischen erfolgen und der aufsehenerregenden einnahme von chiapas und der stadt san cristóbal de las casas am tage der einführung des NAFTA-freihandelsabkommens 1994 - sich 1996 vom bewaffneten kampf losgesagt und zu einer zwar radikalen, aber gewaltlos agierenden vertretung der rechte der indianer entwickelt, die im fortschrittlichen spektrum der globalisierungsgegner die rolle eines neuen typs guerilla einnimmt: so haben sie eine de-facto-autonomie für chiapas entwickelt, wo das indianische leben quasi abgekoppelt vom "weißen" leben in einer art parallelgesellschaft neben den offiziellen strukturen verläuft.
inzwischen hat sich herausgestellt, dass der rhetorisch äußerst begabt agierende subcomandante marcos in wahrheit ein ganzes führungskollektiv ist, deren mitglieder in rotation unter der schwarzen maske auftreten und ihre politik oft geradezu literarisch vermitteln. "damit sie uns endlich sehen, tragen wir masken.." - tatsächlich schaut man gleich genauer hin, wenn man sie so sieht..
heute besuchte ich mit einigen gleichgesinnten travellern und einem einheimischen führer ein paar der umliegenden tzotzil-indianerdörfer. in chamula besuchten wir die katholische pfarrkirche, und wir wurden bereits vorab darauf vorbereitet, hier einen speziellen synkretismus zu erleben: der boden der kirche ist mit piniennadeln ausgelegt, die indianer sitzen (wie immer) auf dem boden und zünden kerzen an, um ihre inbrünstig vorgetragenen bitten an ihre speziellen heiligen zu bestärken, die ihnen auch stets geduldig zuhören (holzgeschnitzte statuen). insbesondere kranke werden - da der gang zum arzt zu weit und zu teuer ist - hier von schamanen behandelt, die die bösen geister, die die krankheit verursachen, durch rülpsen (!) dazu überreden, in ein über den körper des kranken gehaltenes huhn umzuziehen. sobald dies geschehen ist, wird das huhn getötet (aber nicht gegessen: ist ja nun krank..), und die heilung kann - unterstützt von kräutern etc - einsetzen.
in der kirche sahen wir auch sofort die bittsteller mit ihren mitgebrachten hühnern in gruppen beieinander sitzen. bei einer gruppe von frauen hielt eine junge, still weinende mutter ein etwa vierjähriges kind im arm, das tatsächlich erschütternd schlecht (ganz grau) aussah. ein totes huhn lag bereits daneben, und ich flüsterte meinen begleitern schier entsetzt zu, dass hier ein (einziges) huhn wohl nicht ausreichen würde. in diesem augenblick bewegte das kind noch einmal schwach seinen kopf, sah seine mama an und starb. die mutter schluchzte auf, die oma (?) deckte ein tuch über das gesichtchen - und wir entfernten uns erschrocken so unauffällig wie möglich, da wir uns plötzlich allzu unpassend voyeurig vorkamen.
draußen mussten wir erstmal durchatmen; die stimmung blieb gedrückt. wie sehr lobe ich mir da wieder einmal cuba, wo ja auch viel schamanismus getrieben wird, aber wenn es drauf ankommt, geht man halt - rechtzeitig - zum arzt, der auch im hinterletzten kaff zu finden ist und unentgeltlich (vom staat bezahlt) arbeitet. dort muss kein kind aus armut sterben, weil man sich keinen arzt, bestenfalls ein huhn leisten kann. was immer der kapitalismus an vorteilen haben sollte: was nützen sie einem, wenn man schon jung gestorben ist ??
zurück in san cristóbal, sprach ich noch einmal mit der agentur, die ich für unsere freundeskreisgruppen beauftragen will, alles wesentliche eines möglichen programms durch (eine erste aufstellung habe ich soeben von ihnen bereits erhalten), und ordne nun meine gesammelten informationen in den laptop. morgen früh um 5:00 uhr geht es dann per bus ins weiter nördlich gelegene tiefland, in die dschungel bei palenque, den berühmten maya-ruinen. ihr werdet von mir hören - bis dahin ganz herzliche grüße aus den "parallel befreiten" indianergebieten, thomas
Sonntag 5.10.14 MEXIKO: Palenque, und einige versteckte Maya-Anlagen; Weiterreise in den Petén (Guatemala)
liebe leute,
inzwischen bin ich im tiefsten lacandonen-urwald, ohne chance auf internet. aber einen bericht kann ich ja trotzdem schon mal vorbereiten.. :)
Freitag, 3.10.14 von san cristóbal de las casas im hochland brachte mich ein bus 2.000 höhenmeter runter ins tiefland, in die dschungel bei PALENQUE, auf gerade noch 200 m höhe. diese außerordentlich berühmte maya-tempelstadt liegt mitten im wald, exakt an der stelle, wo sich die yucatan-golfebene auffaltet und sich die ersten hügel richtung hochland aus dem urwald erheben.
viele dieser hügel sind allerdings in wahrheit von dschungel überwucherte pyramiden. bei palenque wurden rund um die hauptplaza zwar einige sehr beeindruckende tempel ausgegraben, im urwald rundherum sind aber noch etwa 1.600 (!) weitere objekte versteckt. damit ist palenque noch nicht einmal sonderlich groß: die größte bekannte vorkolumbische maya-stadt ist die abgelegen im urwald nahe der nördlichen grenze zu guatemala gelegene stadt CHALAKMUL - dort liegen, wie radar- und satellitenvermessungen des bodens zeigen, noch etwa 6.000 (!!) objekte versteckt im dschungel..
nun gut: bis nach chalakmul werde ich mich nicht durchschlagen, zumal man dort ja auch nicht viel sieht, da eben noch nicht ausgegraben. übrigens sind in wahrheit die allermeisten maya-anlagen noch nicht ausgegraben, oder liegen abseits der touristischen pfade versteckt und praktisch unerreichbar im dschungel.
zwei dieser eher versteckten anlagen habe ich nun aber auch aufgesucht:
YAXCHILÁN ist mit dem auto gar nicht zu erreichen: nach längerer anfahrt auf der aus militärischen günden (insbesondere gegen den drogenschmuggel) auffallend gut ausgebauten straße entlang der guatemaltekischen grenze geht es mit einer lancha (motorisiertes lang-kanu) noch einige zeit den usumacinta-fluss, der hier die grüne grenze zu guatemala und beeindruckende strudel bildet, abwärts durch unberührten dschungel, bis die im urwald versteckt in einer flussschleife gelegene maya-stadt erreicht ist. hier ist man noch ganz allein in den überaus mystisch wirkenden ruinen unterwegs und steigt gut ausgebaute treppenstraßen hinunter in verwirrende labyrinthe und hinauf zu außen grün vermoosten, innen mit stuckfresken geschmückten tempeln.
BONAMPAK liegt auf dem gebiet der lacandonen (indianische nachkommen dieser "pyramiden-mayas", die stolz ihre langen schwarzen haare und weißen tunikas tragen und damit unserer karl-may-vorstellung von indianern recht nahe kommen, sich aber leider gar nicht gern fotografieren lassen), und man kann auch nur mit einem von ihnen als guide diese versteckt liegende anlage aufsuchen. sie ist zwar nicht so groß wie palenque oder yaxchilán, aber sie ist aus künstlerischer sicht besonders interessant: es sind einige stelen und vor allem in den kammern viele farbige fresken erhalten. die stelen waren gestürzt und sind nun wieder aufgerichtet worden - diejenigen, die damals zufällig aufs "gesicht" gefallen waren, sind recht gut erhalten. die anderen waren jedoch jahrhundertelang wind und wetter ausgesetzt: da sind die gravierungen weitgehend verwittert. die fresken in den wettergeschützten kammern sind teilweise noch gut erkennbar: sehr farbig und detailliert ausgearbeitet, stellen sie den damaligen, teils recht blutigen religiös-rituellen alltag dar.
inzwischen bin ich bei den lakandonen in einer holzhütte untergekommen, habe gut vegetarisch gegessen (allerdings kein bier erhalten: alkohol ist hier verpönt..) und werde morgen die grenze (den fluss) queren, um erneut nach guatemala einzureisen. nach oben Samstag, 4.10.14: während man normalerweise die ausgebaute straße über den benachbarten bundesstaat tabasco zur offiziellen grenze bei la palma nach guatemala nimmt, querte ich also weit entfernt davon heute früh mit einem indianer im kanu den grenzfluss zum vernachlässigten grenzort bethel - hier wartete ich einen der selten verkehrenden öffentlichen busse ab, die komplett überfüllt über stunden eine üble staubpiste langholpern, bis die hauptstraße in den PETÉN erreicht ist.
der petén ist der schwülheiße norden guatemalas - ein tieflanddschungel, ganz anders als das letzte woche bereiste hochland: teils flach, teils sanft hügelig; teils unberührter urwald, teils entlang der straße kilometerlange gerodete flächen für die landsuchenden hochlandbewohner, geht dieser landstrich entlang des lakandonischen urwalds gen norden in die größten zusammenhängenden geschützten urwaldgebiete zentralamerikas über.
mitten in diesem gebiet liegt der PETÉN ITZÁ, ein see mit einer insel drin und umgeben von weitgehend unberührten urwäldern. der name bedeutet "insel der itzá", d.h. des maya-volks, welches zuvor aus chichén itzá im norden der yucatán-halbinsel hierhin vertrieben wurde.
diese insel wurde also schon von den itzá bewohnt und später komplett mit spanisch-kolonialen häuschen verbaut. klar gibt es darin inzwischen auch hostels und kneipen für die traveller, die hierher kommen, um die vielleicht wichtigste maya-stätte überhaupt zu besuchen: TIKAL, ein ziel, das so wichtig ist, dass es sogar aus europa direkt angeflogen werden kann.
davon merkt man hier auf der insel, rund 60 km von tikal entfernt, aber noch nix: ich sitze gerade in einer netten kleinen kneipe direkt am wasser, habe einen fantastischen sonnenuntergang über dem see mit einem leckeren sundowner begleitet und hacke nun meine neuen erkundungsergebnisse in den laptop. der wasserspiegel des sees steigt übrigens - ähnlich dem des atitlán-sees - seit einigen jahren unaufhaltsam immer höher und hat bereits teile der uferpromenade geflutet. aber das hotel, das ich für unsere freundeskreisgruppen ausgeguckt habe, liegt zwar mit prächtigem blick am, aber noch nicht im wasser.. ;)
in den nächsten tagen werde ich hier also noch genügend durch den urwald schleichen - berichte folgen. bis dahin ganz liebe grüße nun wieder aus guatemala, thomas :)
Montag 6.10.14 GUATEMALA: Tikal - und weitere abgelegene, im Petén-Urwald versteckte Maya-Tempel
liebe leute,
nun bin ich einige weitere hunderte mayapyramiden-treppenstufen auf- und abgestiegen - ufff..
TIKAL, die wichtigste guatemaltekische maya-stadt im tiefsten petén, ist zu recht so berühmt, denn sie ist schlicht gewaltig: über viele jahrhunderte immer weiter ausgebaut, wobei ältere (kleinere) tempel gern von neueren (größeren) überbaut wurden und so die heiligkeit der stätten ständig stieg, kann man hier stundenlang pyramiden bestaunen und besteigen sowie verschiedene "akropolis" genannte paläste erkunden. diese maya-stadtstaaten waren zu ihrer zeit ja von zehntausenden einwohnern bewohnt, und es stand kein einziger baum auf den weiten plätzen, denn der wald wurde komplett für die bauten der paläste sowie für die tausenden von holzhütten gerodet, in denen die normale bevölkerung (also die bauern) lebten, und die natürlich längst rückstandsfrei verrottet sind. aber nach aufgabe der städte (schon vor ankunft der spanier und daher oft unzerstört) hat der dschungel sich die flächen zurück geholt und alles komplett überwachsen. immer wieder findet man zwischen den ausgegrabenen tempeln daher auch spitzkegelige, baumbestandene hügel, unter denen weitere tempel liegen. dafür bekommt man auch als laie bald einen blick..
ich habe das große glück, fast allein in der anlage unterwegs zu sein: denn erstens sind diese mystischen heiligtümer hier grundsätzlich nicht so überlaufen wie z.b. machupicchu oder auch der bei cancún / yucatán befindliche maya-tempel chichén itzá, die beide zu den neuen sieben weltwundern gehören und allein deshalb derweil recht heftig kommerzialisiert sind. und zweitens ist jetzt halt auch noch lange nicht hauptsaison, da regenzeit. wobei ich von regen erstaunlicherweise grad hier unten im tiefland, wo man mich auf tagelange heftige regenfälle vorbereitet hatte, noch kaum was mitbekommen habe: der erste regen, den ich hier im sprichwörtlichen regenwald erlebte, fiel gestern, als ich nach in jeder beziehung erschöpfender urwaldwanderung grad wieder im öffentlichen "hühnerbus" (wie die gedrängelt vollen und mit allem gepäck einschließlich hühnern beladenen, gnadenlos über die pisten rumpelnden billigbusse genannt werden) nach hause saß - da aber dann als ordentliches tropengewitter mit sichtweite bis zum scheibenwischer..
heute war es wieder sonnig, und ich konnte im urwald abgelegene und eh kaum besuchte anlagen wie YAXHÁ und LAS BLANCAS erkunden, ohne irgendeinen touristen vor die linse zu bekommen. dafür aber jede menge tiere, wie pizotes (nasenbären, sehr possierlich), graufüchse, goldene pfauentruthühner (bunt schillernd mit blauem kopf), tukane, papagaien etc. pp.. kragenechsen sehen aus wie größere (und buntere) eidechsen, die aber auffallend lange hinterbeine haben. auf denen sie wie der blitz - also aufrecht auf zwei beinen - davon flitzen, wenn sie sich beobachtet fühlen. dabei sehen sie aus wie kleine raptoren (die raubsaurier, die in hollywood-schinken so gern schreiende moderne menschen verputzen). sie sind so schnell, dass sie über wasserflächen rennen können und dabei schlicht keine zeit zum versinken haben.. ;) sogar einen der inzwischen seltenen quetzale sah ich (den wappenvogel guatemalas - ein weibchen: ohne den langen grünen schwanz der machos, aber fast genau so bunt, und viel größer als ich gedacht hatte..).
während ich so durch den schattigen urwald schlendere auf der suche nach der nächsten pyramide, die sich zwischen den bäumen erhebt (und auf deren erkletterter spitze ich weit über die wipfel bis zum horizont schauen kann, und dabei in der ferne auch andere im üppigen smaragdgrün über die wipfel reichende tempelspitzen erkenne), scheint plötzlich der waldgeist persönlich erwacht und zornig zu sein, so sehr schallt es plötzlich aus den bäumen um mich herum. ist das jetzt wohl ein jaguar ?? nein - das ist ein alpha-männchen der fast schimpansengroßen schwarzen brüllaffen: sie turnen mit ihrem harem und nachwuchs durch die baumkronen und stecken per reichlichen dezibel ihren claim gegen rivalen ab.
inzwischen sitze ich wieder in meinem gemütlichen wohnzimmer-café auf der insel flores im petén-see und habe schon reichlich material für eine aufschlussreiche und ganz besonders freundeskreisgerechte mundo-maya-entdeckerreise im tornister. dennoch werde ich morgen noch ein paar weitere abgelegene stellen erkunden - mich hat regelrecht das forscher-fieber gepackt.. ;)
ihr werdet von mir hören - bis dahin ganz liebe grüße aus dem petén, thomas :)
Mittwoch 8.10.14 Foto-Album "Mundo Maya" auf fatzebuck
liebe leute,
gestern habe ich mir einen "freien tag" gegönnt, weil es hier am petén-itzá-see so wunderschön ist und ich endlich mal zeit hatte, meine fotos zu bearbeiten und hochzuladen (fatzebuck: LA PALMA EXPLORERS - Fotos - Alben - "1410: Mundo Maya")
jetzt bin ich aber wieder unterwegs, hier im urwald weitere maya-trümmer suchen.. glg aus dem petén, thomas :)
nach oben Sonntag 12.10.14 GUATEMALA: Überfall.. :(
liebe leute,
entschuldigt die längere sendepause - aber wie das so ist: ein unglück kommt selten allein, und da hab ich erst mal die zeit fürs regeln gebraucht..
gestern bin ich nach einigen regentagen in guatemala city eingetroffen, einem ziemlich unschönen moloch an großstadt, und hab hier auch gleich ein bisschen pech:
erst macht der compi mucken, so dass ich kaum noch ins internet komme, sondern froh sein kann, wenn er überhaupt hoch fährt; und dann hat man mich eben auf dem nachhauseweg vom samstagabend-essen auch noch beklaut: eine ganze horde finster dreinblickender männekens bat mich unmissverständlich um die herausgabe meiner bargeldreserven, und aufgrund der vielen berichte, man solle um gottes willen immer sofort alles rausrücken, wenn man überleben will, weil die herren hier im allgemeinen bewaffnet sind (größere - legale - schusswaffendichte als in USA) und davon auch umgehend gebrauch machen, hab ich mich also filzen lassen. meine nase juckte schon so komisch - die konnte sich noch erinnern an letztes mal.. :(
zum glück hab ich ja nicht viel dabei, wenn ich abends zum essen gehe - so fanden sie "nur" mein kleingeld, den knirpsigen regenschirm (den ich hier des wetters wegen täglich gassi führe), und leider auch mein duos-handy (also für zwei sim-karten: eine deutsche, eine vor ort). da es passwortgeschützt ist, werden sie aber wohl nicht viel freude damit haben..
sofort im anschluss fuhr übrigens ein fetter hummer-polizeistreifenwagen an mir vorbei, den ich versuchte, anzuhalten, denn die bande war ja noch in der nähe - aber die fuhren einfach weiter, und durch die verdunkelten scheiben konnte ich nicht mal sehen, wie sie feixen. ich will ja nix vermuten, aber es wird gemunkelt, dass die polizeit hier oft genug mit solchen gangs gemeinsame sache macht.
also diese stadt kann mir getrost gestohlen bleiben: da gibt es überhaupt keine schönen ecken, und jetzt auch das noch. deshalb haben sie wohl ans "guate" auch dieses "mala" drangehängt (mala = schlecht, in spanisch).. wobei ich betonen möchte, dass mein unmut sich nur auf die stadt, nicht auf das land bezieht, wo ich bislang nur sehr liebe und hilfsbereite menschen kennen gelernt habe (sozusagen guatebuena :)
aber auch hier ist ja letztlich alles gut gegangen: diesmal musste mich kein arzt erst wieder zusammen flicken, und der vergleichsweise kleine sachschaden ist mit etwas gutem willen zu verschmerzen, wenn man bedenkt, wie die sache hätte ausgehen können.
jedenfalls werde ich diese stadt so bald wie möglich verlassen und auch nach möglichkeit im neuen freundeskreisprogramm entsprechend (also eher NICHT) berücksichtigen. vorsichtshalber habe ich heute aber ein hotel ausgeguckt, welches sicher ist, falls doch eine übernachtung wg. ungünstiger flugzeiten o.ä. nötig sein sollte.
nun: niemand soll sich beschweren, wenn das gebuchte abenteuer dann auch eintritt - demnächst aber lieber wieder mit besseren nachrichten, bis dahin euch alles gute und ganz liebe grüße aus mala guate, thomas :)
Donnerstag 16.10.14 GUA: Zwangspause in Guate-malisima
liebe leute,
nachdem ich nach dem überfall eine zwangspause einlegen musste und im moloch guate-mala vier tage verloren habe, um einen neuen reisepass ausgestellt zu bekommen (wobei es nicht die deutsche botschaft war, die bummelte, sondern das berliner landesamt..) bin ich nun endlich wieder auf achse.
heute geht es mit dem fernbus durch guate-buena (also das schöne guatemaltekische hinterland) nach el salvador, guates kleines nachbarland. besteht nur aus hochland und pazifischer küste (mit weltklassestränden zum wellenreiten) - nur befürchte ich davon bei der anreise nicht allzuviel zu sehen, da es mal wieder aus allen rohren schifft ohne unterlass seit gestern abend (die trockenzeit beginnt erst ende des monats, sofern sie das weiß). na hauptsache der bus kommt durch..
bin unterwegs - feuchte grüße nach hause, thomas :)
nach oben Freitag 17.10.14 EL SALVADOR: Vulkane mit "Pompeji"
liebe leute,
gestern abend traf ich nach 6-stündiger busfahrt in san salvador, hauptstadt des kleinsten landes zentralmerikas: EL SALVADOR, ein.
morgens war mein gewählter bus in guatemala city nicht abgefahren, da es die ganze nacht geregnet hatte und einige flüsse über die ufer bzw. die straße getreten waren. aber mittags konnte ich dann starten.
dabei erfuhr ich, dass das leichte erdbeben vom montag, dem ich in guate kaum bedeutung beigemessen hatte, in el salvador sein epizentrum hatte (3 tote) und in honduras eine brücke eingestürzt ist, was mir beim weiterkommen evtl. noch probleme bereiten wird. aber das ist schnee von morgen..
die fahrt ging die ganze zeit durch grünes hochland. die grenze nach el salvador verläuft auf einer brücke, unter der einer der zz. übergelaufenen flüsse schäumte. in el salvador schlängelt sich die straße auf der ruta de flores (blumenstraße) ebenfalls durch grünes blühendes hochland mit pittoresken dörfchen, und in der ferne erhebt sich immer irgendein wunderbar gleichmäßig geformter vulkankegel. in san salvador war es dann bereits dunkel, und ich ließ mich von einem ausgesprochen netten und gut informierten taxifahrer umgehend zu meinem vorbestellten hostel bringen, da auch diese stadt nachts nicht als sicher gilt.
die chance hatte ich gleich genutzt und traf den taxifahrer heute früh für meine geplante erkundungstour zu den umliegenden sehenswürdigkeiten wieder. glück gehabt: zum ersten mal seit sechs tagen regnete es nicht. da das land recht klein ist (etwas kleiner als hessen) ist ja auch irgendwie alles in der nähe. gleich fiel mir auf, dass die straßen hier besser sind und überhaupt das ganze land sauberer und geordneter wirkt als guatemala.
möglicherweise liegt das ja an der regierung: während in guateMALA ungebrochen seit dem bürgerkrieg die reiche oberschicht den ton angibt und mit molina ein wegen völkermords angeklagter ehemaliger general der diktatur an der macht ist, der ganz offen dafür sorgt, dass die staatsknete weiterhin in die taschen der oligarchie fließt (und jeder, der sich dagegen verwahrt, als kommunist denunziert und verfolgt wird), sitzt in el salvador nun schon in zweiter wahlperiode die ehemalige guerilla im präsidentenpalast, die sich eben eher als interessenvertreterin des volkes - und nicht der oberschicht - versteht (und evtl. eher bereit ist, steuergelder für der allgemeinheit zugute kommende infrastrukturmaßnahmen auszugeben).
mein guide fährt mich nun zunächst zum boquerón, einem gähnenden vulkanschlund des über san salvador aufragenden hausvulkans quezaltepec, der 1917 zum letzten mal groß ausbrach. hier oben ist die luft kühl und frisch, und an den hängen des vulkans halten sich zwischen grünem bergurwald einige kaffeeplantagen, da die höheren lagen hier für besten kaffee stehen. in der ferne sehen wir - nun tief unter uns - die ausläufer der hauptstadt, eine weitere hügelkette - und dahinter das küstentiefland. an klaren tagen kann man bis zum pazifischen ozean schauen, versichert manuel, mein taxista. aber dafür ist es heute noch zu diesig, nach so vielen tagen regen mit all der feuchtigkeit in der luft..
auf der weiterfahrt kommen wir durch ausgedehnte lavafelder. auch el savador liegt auf ehemaligem maya-gebiet, und so erreichen wir schließlich die tempelruinen von san andrés: hier finden zurzeit ausgrabungen statt, und man sieht die pyramiden halb gesäubert, halb aber noch vom grün bewachsenen hügel bedeckt. ganz interessant, dieses stadium der restaurierung..
mit la joya del cerén besuchen wir nun einen ganz besonderen ort: im prinzip sind ja alle maya-hinterlassenschaften zwar steinernde zeugen ihrer hochkultur, vor allem aber rein religiöse kultplätze sowie die paläste ihrer höchsten, zugleich weltlichen wie religiösen führer. wie die "normale" bevölkerung gelebt hat, kann man heute hingegen nirgends mehr sehen, da die tausenden von lehm- und holzhütten, die solche religiösen zentren umgaben und bevölkerungszahlen von einigen zehntausend - teils bis hunderttausend (!) - bewohnern für die einzelnen stadtstaaten hergaben, ja längst vergangen, vermodert und zerflossen sind.
nicht so hier in la joya del cerén: in einer für die damaligen bewohner grauenhaften tragödie wurde dieses - auch "pompeji amerikas" genannte - dorf bei einem vulkanausbruch des nahen ladera-vulkans im jahr 595 n.chr. komplett unter asche begraben und wie in einer zeitkapsel für die nachwelt konserviert. 1976 schob ein bulldozer bei straßenbauarbeiten einen graben durch die alte tuffschicht und legte dabei die umrisse eines lehmhauses frei. archäologen sicherten das gelände, und bis heute hat man also hier ein ganzes dorf ausgegraben - teils mit seinen bewohnern, vor allem aber mit all den bei der panischen flucht zurückgelassenen alltagsgegenständen bis hin zu einem halbaufgegessenen teller. man sieht die bauweise der häuser aus mit lehm verputzten bambuswänden mit grasdächern, sowie kochstellen, einrichtungsgegenstände und vorratshaltung, die eine zuordnung einzelner häuser z.b. zum schamanen oder häuptling erlauben. darüber hinaus findet sich ein gemeinschaftshaus und eine sauna-ähnliche schwitzhütte, und auch die aufteilung der maisfelder und viehgatter kann man leicht nachvollziehen. so hat man hier einen regelrechten schnappschuss aus der damaligen zeit vorgefunden, der mehr über die realen lebensumstände der mayas aufzeigt, als all die prächtigen tempel und pyramiden zusammen.
später besuchen wir das bezaubernde kolonialstädtchen santa tekla, auch neu-sansalvador genannt, was heute irreführend ist, da dieses städtchen zwar eine frühere hauptstadt abgelöst hat (daher DAMALS der name), während das heutige san salvador doch noch "neuer" ist. immerhin eignet sich dieses städtchen auch für freundeskreisgruppen besser als die hauptstadt selber, die ähnlich molochich ist wie guatemala, wenn auch das klima deutlich milder ist. santa tekla hingegen könnte sich bald zum antigua el salvadors mausern..
das zentrum von san salvador durchstreife ich dann allein, aber eben mit fotoapparat und umhängetasche voller mir wichtiger dinge (wie dem lonely planet guide, ohne den ich in diesen mir zuvor völlig unbekannten ländern ja aufgeschmissen wäre). es mag am mitgeführten gepäck liegen, aber ich habe hier im sonst so geliebten authentischen gedrängel ein unsicheres gefühl, und lasse mich bei beginn des nachmittagsregens per taxi ins hotel bringen, wo ich meine neuen daten gleich verarbeiten kann.
morgen sehr früh geht es weiter: ich will per bus nach LA PALMA fahren - das liegt jetzt grad auf dem weg nach honduras. es handelt sich um ein kleines bergdorf kurz vor der grenze, in welchem der berühmteste maler des landes, fernando llort, lebt und seine mitbürger wohl ganz allgemein zu künstlern ausgebildet hat.
aber darüber zu gegebener zeit mehr, bis dahin ganz liebe grüße aus einem interessanten kleinen land, thomas :)
Montag 20.10.14 HONDURAS: Schmuddelkind Lateinamerikas - und Copán Ruinas liebe leute,
nun bin ich beim weltchampion in der mordstatistik gelandet: in honduras. hier gibt es vier mal mehr morde als in mexiko, und zwanzig mal mehr als in den USA. und das will schon was heißen, denn auch die USA sind in der mordstatistik echt spitze..
sicher: es gäbe wohl einige dinge, auf die man noch stolzer sein könnte. aber in den anderen dingen sind halt immer andere besser ;) aber keine sorge: wo ich bin, ist es sehr schön, und die leute hier sind wirklich sehr nett. ich bin noch nicht mal überfallen worden..
honduras gilt als zentralamerikanisches schmuddelkind, auch weil es von putschisten regiert wird, die den demokratisch gewählten (eher fortschrittlichen) präsidenten zelaya 2009 in einer nacht-und-nebel-aktion gewaltsam außer landes schafften (mit billigung übrigens der obama-regierung - mein erstes ernüchterungserlebnis, was den friedensnobelpreisträger angeht) und später "wahlen" durchführen ließen, die international als grob manipuliert eingeschätzt wurden. seither verschwinden nahezu täglich kritische journalisten, gewerkschafter und andere oppositionelle kräfte, ohne dass die woanders (china, russland) gern so kritische "internationale gemeinschaft" ein problem damit hätte. honduras und seine längst überwunden geglaubte politik des vorigen jahrhunderts findet im weltbewusstsein einfach nicht statt..
doch ich will vorne anfangen: auf dem weg nach la palma - ich berichtete - fuhr der bus durch schönes salvadorianisches bergland. in la palma waren jeder laternenmast und fast jede hauswand fröhlich bunt bemalt - sah witzig aus. bin dann über die grenze nach honduras weitergefahren, aber noch vor erreichen der welt-mord-hauptstadt san pedro sula, einem verschwitzten industrieort im tiefland nahe der karibischen küste, lieber in santa rosa de copán noch im frischen hochland ausgestiegen, weil es dort einen hübschen kolonialen ortskern gibt und man auf der plaza in einem malerischen pavillon wirklich erstklassigen honduranischen hochlandkaffee bekommt. dabei lernte ich einen jungen honduraner kennen, der mich dann in seinem jeep durch die berge ins malerische gracias fuhr.
gracias wurde im 16 jahrhundert als "gracias a diós" ("gottseidank") gegründet und war zunächst die hauptstadt sämtlicher spanischen besitzungen in der neuen welt - bis das dann zu viele wurden und die zuständigkeiten anderweitig aufgeteilt werden mussten. daraufhin versank das städtchen in einer art halbtausendjährigen dornröschenschlaf und wurde erst jüngst wieder interessant, weil es aufgrund der langen vergessenheit noch genau so aussieht wie vor 500 jahren - was man heute zu würdigen weiß. man hat es inzwischen hübsch restauriert, und es zieht auch bereits die ersten touristen und aussteiger (genauer: einsteiger) an, die hier ein kleines lokal oder hostel aufmachen.
nach einer weiteren längeren busfahrt, auf der ich wieder mal feststellte, dass es das wort "komplettüberfüllthochdrei" hier schlicht nicht gibt - was ja auch eine beruhigende seite hat, weil wirklich niemand stehen gelassen wird - landete ich gestern in copán ruinas. das liegt schon wieder in der nähe der guatemaltekischen grenze und ist nun wirklich ein ganz besonders hübscher kleiner ort in den grünen bergen. und nur 15 minuten zu fuß von den wichtigsten honduranischen maya-ruinen enfernt.
die habe ich mir nun heute angetan: inzwischen habe ich in der mesoamerikanischen region ja schon eine ganze menge, zum teil größere und architektonisch beeindruckendere pyramiden gesehen - aber was copán so einzigartig macht, sind seine fantastischen, teils richtig gut erhaltenen skulpturen. das ist wirklich umwerfend - und irgendwie skuril: in der ca. 1000-jährigen blütezeit der stadt (100 vor bis 900 nach Chr.) wurden die älteren tempel nach und nach von neueren, größeren, und später von noch größeren pyramiden überbaut. Archäologen haben sich in tunneln - die man teils auch besichtigen kann - bis an die untersten (ersten) tempel herangegraben: sie waren so heilig, dass sie damals völlig unbeschädigt gelassen und einfach komplett überbaut wurden. einen nachbau des wichtigsten, heute freilich unsichtbaren (weil überbauten) tempels mit dem witzigen namen rosalila kann man ebenfalls besuchen - und sich immer wieder von den fantastischen stelen und skulpturen faszinieren lassen. einfach großartig..!! :)
dafür, dass ich bis vor kurzem honduras für ein uninteressantes flaches land voller bananenstauden hielt, hab ich hier viel gelernt: reisen bewirkt halt auch, dass man seine voreingenommenheiten durch realistischere eindrücke ersetzen kann.
jetzt habe ich hier aber alles erkundet, was ich wissen wollte (und auch ein geeignetes, sehr niedliches gruppenhotel gefunden), und werde morgen wieder nach guatemala einreisen, um mich dort zur (friedlichen) karibischen küste durchzuschlagen. dazu dann wieder später mehr - bis dahin ganz liebe grüße noch aus honduras, thomas :)
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Mittwoch 22.10.14 GUATEMALA: Karibische Mosquito-Küste
liebe leute,
gestern früh reiste ich aus copán ruinas/honduras ab, querte die grenze erneut nach guatemala und schlug mich mit verschiedenen bussen bis nach rio dulce durch, einem ort am gleichnamigen fluss, den man hier noch immer fronteras (im sinne von "letzte grenze") nennt, da hinter ihm bis vor kurzem die weglosen dschungel des petén begannen. das hat sich derweil geändert: heute verlaufen durch den petén die besten straßen des landes. nicht jedoch in die urwälder der karibischen küste, jedenfalls nicht nach livingston: dort kommt man wie eh und je nur mit dem boot entlang des rio dulce hin.
da ich in honduras schon um 5:00 uhr morgens aufgebrochen war, schaffte ich es rechtzeitig bis zum letzten boot, in rio dulce zu sein. mit dem schnellboot ging es dann den kurvenreichen fluss entlang, mit schönstem dschungel an beiden ufern und durch eine famose kalksteinschlucht. an bzw. in den seichten uferlagunen leben tapire und manatis (seekühe). das nahe meer kündigt sich schon mit kormoranen und pelikanen an. nach 2-stündiger fahrt legt man schließlich am pier von livingston an, einem kleinen tropischen kaff eingezwängt zwischen urwald und karibischem meer.
die bewohner sind überwiegend schwarze kariben, die sogn. garifunas: nachkommen britischer sklaven, die nach einem aufstand in den britischen kolonien (jamaika etc) an diesen damals gottverlassenen und moskitoverseuchten küsten (der sogn. mosquitía) ausgesetzt wurden, sich hier mit einheimischen indianern, piraten und schiffbrüchigen mischten und im lauf der jahrhunderte eine ganz eigene kultur ausgebildet haben - die allerdings deutlich afrikanische wurzeln aufzeigt. sie stellen heute die bevölkerungsmehrheit an den karibischen küsten von nicaragua, honduras und guatemala; in belize sogar die des ganzen landes. sie sprechen seit damals englisch und ihr garifuna, ein linguistisches gemisch der verschiedensten spracheinflüsse; spanisch lernen sie hingegen erst auf der schule.
obwohl das etwas zwielichtig wirkende nest nicht allzuviel hergibt, möchte ich die schöne fahrt auf dem fluss in mein programm integrieren. so war ich heute viel unterwegs, um ein geeignetes hotel für die freundeskreisgruppen zu finden, was gar nicht so einfach war: fast alle unterkünfte sind ausgesprochen basic, oft einfache holzverschläge mit gemeinschaftsbad. ein anderes hotel ist dafür komplett oversized, allerdings auch vom preis her. und das schlimmste: man ist an der karibik, aber es gibt keinen strand.. schließlich wurde ich doch noch fündig im urwald hinter einer hängebrücke, wo eine rustikale romantische öko-lodge direkt am dortigen - ha !! - karibikstrand liegt. hier kann man mit kajaks ein urwaldflüsschen entlang paddeln oder eine urwaldwanderung zu den sieben altären machen: gestufte wasserfälle, in deren teichen man sich ebenfalls herrlich erfrischen kann. oder in der hängematte schaukelnd den urwaldgeräuschen lauschen.. :) morgen früh nehme ich ein boot nach punta gorda, dem nächstgelegenen ort in belize (ehemals british-honduras). eine woche habe ich nun noch, diese englischsprachige enklave in lateinamerika kennenzulernen. dazu dann bald hier wieder mehr, bis dahin sonnige (endlich !! :) grüße aus livingston ohne "e", karibik, thomas :)
nach oben Samstag 25.10.14 BELIZE: Sumpf aus Land und Meer - mit einem tollen Barriere-Riff :) liebe leute,
gerade komme ich hellauf begeistert von einem grandiosen schnorchel-ausflug zurück ins hotel auf der kleinen insel caye caulker, belize. doch der reihe nach:
am donnerstag nahm ich das reguläre fährboot - ein 16-sitziges überdachtes auslegermotor-schnellboot - von livinston/guatemala nach punta gorda/belize. die flotte fahrt über die bei dieser geschwindigkeit wie betonschwellen harten wellen des golf von honduras dauerte eine knappe stunde, dann war der verschlafene ort in süd-belize - quasi der hintereingang des landes - erreicht. kurze passkontrolle, dann sprang ich in den dort das boot freundlicheweise abwartenden bus, und ab ging eine weitere 2-stündige höllenfahrt durch den süden des landes bis nach mango creek. dort nahm ich ein weiteres boot zur vorgelagerten insel placencia, und bummelte den rest des tages die dortigen strände entlang.
belize ist der jüngste staat zentralamerikas, und der einzige, in dem englisch amtssprache ist. erst 1981 wurde die kolonie british honduras in die selbständigkeit entlassen. der deutlich größte teil der bevölkerung ist dunkelhäutig: afrikanischstämmige sklaven waren nach einem bemerkenswerten aufstand in den britischen kolonien in die wildnis dieser abgelegenen küsten ausgesetzt worden, vermischten sich hier zum teil mit indianischen maya-nachfahren sowie - meist ebenfalls britischen - piraten (die die unzugänglichen küsten als ideales versteck nutzten) und anderen eher zwielichtigen, von der gesellschaft verstoßenen gestalten, und hatten mit den spanischsprachigen kolonien des hinterlandes jenseits der urwälder wenig bis gar nix am hut. guatemala trat daher das unwirtliche, moskitoverseuchte und versumpfte land mitte des 19.jahrhunderts - zur freude der rauhen, mehrheitlich englischsprachigen bewohner - an die briten ab, allerdings unter der vertraglich vereinbarten bedingung, dass england im gegenzug für guatemala eine straße an die karibische küste bauen würde. auf diese straße wartet guatemala freilich heute noch - weshalb belize in den offiziellen guatemaltekischen landkarten oft noch immer als guatemaltekische provinz eingetragen ist und die gebietsansprüche bis vor den internationalen gerichtshof getragen werden..
die neue kolonie brachte england seinerzeit nicht allzuviel ein, weshalb auch nicht allzuviel investiert wurde. so kam es in der ersten hälfte des 20.jahrhunderts zu unabhängigkeitsbestrebungen insbesondere der nichtweißen bevölkerungsmehrheit, die sich bis 1980 schließlich durchsetzte. seither ist das vormalige british honduras als belize unabhängig, aber mitglied im commonwealth of nations, mit der englischen queen als "belizischer königin" als staatsoberhaupt. belize ist ein entwicklungsland mit großer sozialer ungleichheit: ein drittel der bevölkerung lebt unterhalb der armutsgrenze, während einige wenige (oft eingewanderte) reiche sich schlossähnliche herrensitze auf private mangroveninseln stellen lassen. auf den straßen gilt rechtsverkehr.
beim reisen durchs land fällt die unzugänglichkeit des gebiets auf: der ganze küstenbereich ist weder land noch meer, sondern ein sumpfiges mangrovendickicht. die einzige befestigte straße (nördlicher bzw. südlicher highway ab belize city) führt auf einem aufgeschütteten damm entlang. die ins landesinnere führenden hummingbird- und westlicher highway führen dann auch durch hügeliges, größtenteils mit urwäldern bewachsenes gebiet, entlang der straße gibt es aber auch einige zitrus-, bananen- und ölpalmenplantagen.
belize city ist mit 60.000 einwohnern die größte stadt des landes und war auch seine hauptstadt, bis sie 1961 durch den hurricane hattie zerstört wurde. man baute dann die neue hauptstadt belmopan im landeszentrum direkt vom reißbrett in den wald, die heute ca. 10.000 einwohner - meist beamte - hat. belize city ist auch wieder aufgebaut, besitzt aber keinerlei verifizierbare attraktionen. so bin ich auch - wieder mit boot - gleich weiter und auf caye caulker gelandet, einem inselchen am großen barriereriff: belize hat nach dem australischen das größte barriereriff der welt, und das größte der westlichen und nördlichen hemisphäre sowieso. tausende von mangrovenbewachsenen inselchen säumen dieses riff, und an den wenigen schmalen stränden drängeln sich ho(s)tels und lokale, um die vielen - vor allem amerikanischen - backpacker, taucher und schnorchler aufzunehmen. zurzeit habe ich da glück: es ist nebensaison, regenzeit und hurricanesaison - da ist es relativ ruhig. aber der strand ist von gebäuden so zugestellt, dass man zum sonnenbaden auf der straße liegen müsste..
gut: die straße ist unbefestigt, und es gibt keine autos auf der insel. nur fahrräder, und golf-elektrokarren, die als taxis fungieren und einen überall hin rollern, also z.b. in die zweite straße oder sogar in die dritte, die dann allerdings schon wieder der strand der anderen seite ist. insgesamt jedenfalls nichts, wofür ich eine freundeskreisreise hierher organisieren würde.
aber heute war ich dann tauchen, bzw. schnorcheln. und da kann belize dann doch gewaltig auftrumpfen: nicht nur gibt es hier das weltberühmte blue hole, einen cenoten (kreisrunder kalkstein-topf, mehrere hundert meter breit und tief, mit höhlen, stalagmiten und stalagtiten, und jeder menge haie und rochen darin). auch an vielen anderen stellen kann man - und sind wir heute (zwei nette familien: eine deutsch, eine argentinisch; und ich) - im badewannenwarmen und relativ flachen wasser (ca. 3-8 m tief) mit großen ammenhaien und stachelrochen geschwommen, die wie die jungen hunde um uns herum wuselten. adlerrochen, muränen, karettschildkröten, lobster, papageienfische und eine vielzahl anderer spannender größerer und kleinerer, oft kunterbunter fische, teils in großen schwärmen, schauten uns mindestens genauso neugierig in die masken wie wir da heraus guckten, und begleiteten uns wie einen von ihnen. ich war ja schon viel tauchen und schnorcheln auf dieser welt, aber solch einen direkten und nahen kontakt zu den gesuchten tieren hatten wir ja nicht mal in galapagos. (was natürlich daran liegt, dass in galapagos jede art von tier-bestechung verboten ist.. ;)
zurück auf der insel, beginnt hier gerade der samstagabend mit dröhnender musik zur straßenparty. also ich muss jetzt noch mal auf die piste, denn an schlaf ist eh nicht zu denken.. ganz liebe grüße derweil rund um den globus, thomas :)
Dienstag 28.10.14 BELIZE: San Ignacio - ATM-Höhle (Actun Tunichil Muknal - Höhle) liebe leute,
hier melde ich mich noch einmal aus belize, unmittelbar vor ab- und rückreise nach guatemala city.
zurzeit halte ich mich ganz im westen des landes auf, in san ignacio in den nördlichen ausläufern der maya mountains, der sogn. mountain pine ridge. auch hier haben die mayas ihre pyramiden hinterlassen, die nun im wald auf die wenigen sich hierher verirrenden gäste warten - allerdings sind sie auch bei weitem nicht so beeindruckend wie die schon gesehenen (und für ein freundeskreisprogramm berücksichtigten).
gestern durfte ich hier aber an einem wirklich ungewöhnlichen abenteuer teilhaben: mein einheimischer guide und ich stiegen im karstigen gebirge in einen unterirdischen fluss ein und erreichten mit unseren sturzhelmen und stirnlampen nach viel schwimmen und tauchen, klettern und kraxeln, winden und drehen in teils engen und verkeilten gängen, teils domartig weiten kammern mit faszinierenden kalksteinformationen eine versteckte alte maya-opferstätte, wo - seit nunmehr über tausend jahren nicht mehr aufgesucht - hunderte (absichtlich) zerbrochene keramiken und dutzende skelette damals geopferter mayas nun ihrerseits von stalagmiten gerahmter teil der unverrückbaren kathedralen-innenaustattung geworden sind.
die gründe, warum die maya-hochkultur um 900 n.chr. so plötzlich endete (auch wenn ihre nachkommen heute noch in den bergen leben), sind bislang nicht befriedigend erforscht, aber man hat sich diesen gründen damals wohl mit verstärkten opferungen widersetzt. dabei wurden keineswegs nur niedere klassen oder kriegsgefangene geopfert, sondern es ging ans eingemachte: wenn man es doch ernst mit den götten meinte, musste man schon das wertvollste opfern, was man hatte - also königskinder, erfolgreiche krieger, turniersieger oder gerade die schönsten jungfrauen (wobei diese "jungfrauen" gar nicht nur weiblich waren, wie der begriff bei uns impliziert, sondern jede art junger menschen vor ihrem sexuellen "verbrauch").
heute konnte ich mich ein wenig von diesen wirklich tiefen eindrücken erholen, bevor ich gleich den nachtbus zurück nach guatemala city nehme, um am donnerstag früh den flieger in die dominikanische republik zu erreichen, wo ich dann den letzten abschnitt meiner diesjährigen erkundungen durchführen will.
daher nun beim packen und in eile ganz herzliche grüße nach hause, thomas :)
Mittwoch 29.10.14 GUATEMALA: abenteuerliche Rückkehr in die Hauptstadt FAZIT Zentralamerika liebe leute,
die nächtliche rückreise nach guatemala city war noch mal aufregend: gestern abend reiste ich - von belize kommend - wieder nach guatemala in den petén ein und bestieg gleich an der grenze den nachtbus in die hauptstadt, der planmäßig nach 10-stündiger fahrt heute früh dort hätte eintreffen sollen. aber schon die abfahrt verzögerte sich um eine gute stunde, weil der motor nicht anspringen wollte; als der bus dann endlich unterwegs war, stank es plötzlich arg nach verbranntem gummi, worauf es wieder zu einer arbeitsunterbrechung kam; und nachts um drei mitten im petén-dschungel ging dann gar nix mehr, und wir standen dort rum bis ins morgengrauen, wo uns ein ersatzbus aufgabelte. der war allerdings kleiner als der vorherige, so dass ich (und andere) jetzt die nächsten stunden hätte im gang stehen müssen, woraufhin ich es vorzog, in rio dulce (fronteras) auszusteigen und den bus einer anderen agentur zu entern (inzwischen war es ja wieder tag).
heute nachmittag kam ich dann endlich in der stadt an und mache drei kreuze, dass ich schon gestern gereist bin, denn der heutige bus hätte bei ähnlicher entwicklung meinen flieger in guatemala city nicht rechtzeitig erreicht. der geht nun in wenigen stunden morgen sehr früh, um 3:00 uhr ist aufstehen angesagt. na immerhin werde ich jetzt schon früh schlafen können, da die letzte nacht ja auch schon ausgefallen ist..
aber auch wenn diese eine busfahrt ziemlich chaotisch verlief, bin ich insgesamt doch eher positiv angetan, dass alle übrigen verbindungen ganz überwiegend pünktlich und zuverlässig waren - das kann man in dieser weltgegend ja nicht einfach voraussetzen. das andere ausnahmeerlebnis (der überfall in guatemala city) ist ebenfalls buchstäblich längst verschmerzt, so dass ich unterm strich - gemessen an dauer und zurückgelegter strecke - mich nicht beklagen will, denn da hätte auch mehr schief gehen können.
so aber habe ich jetzt reichlich material für mindestens eine - eher zwei oder drei - wunderschöne und hochinteressante (und ja: sichere !!) mundo-maya-programme, die ich in den nächten tagen quotieren lassen und dann auch bald fürs kommende jahr ausschreiben will. da weiß ich jetzt auch einmal mehr wertzuschätzen, dass die agentur, mit der ich hier zusammen arbeiten werde, für die zuverlässigkeit ihrer fahrzeuge bürgt..
ich melde mich dann wieder aus der dominikanischen republik, die ich morgen donnerstag abend (hoffentlich) via panamá erreiche, und wo mir nun noch zwei wochen für meinen letzten diesjährigen erkundungsauftrag verbleiben. und ich nebenbei ein "jubiläum" feiern kann: zusammen mit der dom-rep habe ich dann im lauf der jahre sämtliche lateinamerikanischen länder bereist.. :))
allerbeste grüße derweilen noch aus guatemala, thomas :) liebe leute, nach oben
weiter: Dom-Rep’14
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