Reisetagebuch  Cuba 2019

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Reisetagebuch der

Freundeskreisreise Cuba 27.04. - 11./17.05.19

 

Donnerstag,  25.April 2019     CUBA 2019: Gruppe im Anflug

Liebe Leute,

nach Rückkehr aus Südostasien konnte ich einige wunderschöne sonnige Tage mit Familie und Töchterchen über Ostern bei meinen Eltern verbringen, bevor ich letzten Dienstag nach Havanna aufbrach, um hier unsere diesjährige Cuba-Gruppe in Empfang zu nehmen.  Diese Gruppe wird Samstag abend eintreffen und ist zurzeit wohl mit Packen beschäftigt:  Es ist hier zurzeit blitzblau sonnig bei ca. 28 Grad :)

Auf diesen Seiten wird also in den nächsten Wochen hin und wieder über unseren Reiseverlauf berichtet werden  -  allerdings unter im Vergleich zu SOA erschwerten Bedingungen, da man nur in Ausnahmefällen ins Internet kann:  Es muss dafür Tickets und Verbindung geben, was selten zusammen fällt.  (Bilder hochzuladen könnte ein Problem werden..)

Ansonsten ist Havanna dabei sich recht hübsch herauszuputzen für die 500-Jahr-Gründungsfeierlichkeiten.  Inzwischen werden ganze Straßenzüge renoviert  -  was die eh schon schönste Hauptstadt der Karibik in neuem alten Glanz erstrahlen lässt.  Auch öffnen täglich neue kleine (private) Geschäfte:  Endlich mal ein Land in dem es (zugegeben von niedrigem Niveau) voran geht.. :)

Nun wünsche ich allen hier Mitlesenden viel Spaß dabei, und den Teilnehmern eine problemlose Anreise: Ihr werdet erwartet  -

bis dahin ganz liebe Grüße,
Euer Mann in Havanna :)

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Samstag, 27.April 2019    Cuba 2019: Gruppe gut eingetroffen :)

Liebe Leute,

die neue Cuba-Gruppe ist gut und pünktlich mit allem Gepäck eingetroffen  -
quasi in zwei Chargen, da die Schweizer mit "eigenem" Flug kurz vor der Restgruppe landeten.

Da die Flüge zwar pünktlich, jedoch dennoch spät eintrafen, nahmen wir noch einen ersten Mojito (wahlweise Cristal-Bier), um endgültig Bettschwere zu erlangen, und sind nun auf die Zimmer entschwunden.

Morgen werden wir nach Frühstück auf der Dachterrasse einen ersten Stadtbummel machen:  Zwar wird wegen der anstehenden 500-Jahr-Gründungsfeierlichkeiten überall noch gewerkelt und gebaut, aber gerade die Alttadt hat sich bereits recht schmuck heraus gemacht.

Dies nur zur Beruhigung für alle, die evtl. auf eine Nachricht des guten Eintreffens warten  -
und bis zum nächsten Mal mit inhaltlichen Einträgen:

Ganz liebe Grüße von allen an die Daheimgebliebenen,
i.A. Thomas :)

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Montag,  29.April 2019     Havanna - Santa Clara - Hanabanilla

Liebe Leute,

gestern Sonntag erkundeten wir Havannas Altstadt zu Fuß und konnten uns an den fortschreitenden Restaurierungsarbeiten erfreuen, die die ehemals scheinbar unrettbar verlorene Bausubstanz konsequent aufarbeitet und originalgetreu auferstehen lässt.  In anderen Gassen ist dafür der morbide Charme noch erkennbar, für den Havanna so berühmt ist: farbenfrohe Fassaden mit blätterndem Putz und flatternder Wäsche auf scheinbar lebensgefährlichen Balkonen..

An Malecón und Prado spazierten wir schließlich in den Sonnenuntergang und genossen ein leckeres Abendessen in einem Gartenlokal.  Nach dem Absacker im Hotel versuchte ich den Reisebericht hochzuladen, was aber weder hier noch im Nachbarhotel gelang: kein Internet zurzeit..

Auch heute Morgen kein Internet.  :(
So verließen wir nach dem Frühstück Havanna ohne Reisebericht und fuhren durch das grüne Hinterland Richtung Inselzentrum nach Santa Clara, wo Ché Guevara den entscheidenden Sieg für die Revolution errang und er heute mit seinen später gemeinsam mit ihm in Bolivien gefallenen Companeros in einem ehrenvollen Mausoleum begraben ist.

Schließlich erreichten wir unser Hotel, einsam  in den Bergen der Sierra Escambray am malerischen Hanabanilla-Stausee gelegen:  Nach einer Rundum-Renovierung erstrahlt auch dieses Haus in neuem Glanz,  wir konnten den späten Nachmittag bei tollem Wetter an See und Pool verbringen und erhielten ein abermals leckeres Abendessen.  Nach einer wahrlich erstklassigen Entertainment-Einlage in der Hotelbar sind wir nun spät auf die Zimmer gekommen, und ich kann endlich einen weiteren Bericht einstellen: Im Gegensatz zu früher gibt es hier heute funktionierendes Internet.

Morgen werden wir den See mit einem Boot queren und in den Bergen bei El Nicho eine Wanderung in wunderschöner Märchenwald-Natur zu verschiedenen Wasserfällen unternehmen, bevor wir in Militärlastwagen durchs Gebirge nach Trinidad weiter fahren  -  während unser Bus mit dem Hauptgepäck ums Gebirge herum direkt dorthin fährt.

Uns geht es allen gut und wir sind bei bester Laune, und unser cubanischer Guide Yusel lässt speziell alle "ehemaligen Cubaner" des Freundeskreises grüßen.

Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Mal (wenns internetmäßig passt),
Thomas :)

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Freitag, 3.Mai 2019     El Nicho - Trinidad - Camagüey

Liebe Leute,

inzwischen befinden wir uns auf dem Weg in den tiefsten Osten der Insel  -
aber der Reihe nach:

Letzten Dienstag konnten wir wie vorgesehen in einem kleinen Motorboot den Hanabanilla-See zwischen den mit günem Regenwald bewachsenen Bergen der Sierra Escambray befahren und beim Dorf El Nicho mitten in der Wildnis an Land gehen.  Das Dörfchen mit knapp 200 Einwohnern liegt geradezu idyllisch im Wald am See mit sauberen Holzhäuschen in blühenden Gärten.  Alle Häuser haben Strom, Wasser und Kühlschrank sowie einen polierten Zementboden.

Die Bewohner leben vom Kaffeeanbau an den Hängen der Sierra: hier wird guter Arabica-Kaffee angebaut und getrocknet, bevor er noch hier von seiner Schale befreit und dann in Säcken verpackt zu den Röstereien geht.  Es gibt einen Dorfladen (mit Bar), eine Schule für die ca. 15 Kinder des Dorfs und einen Medizinposten, der von einem Arzt aus der Stadt  und einer Krankenschwester betrieben wird.  Diese ganz und gar kostenfreie Grundversorgung gibt es noch im abgelegensten Dorf der Sierras und sorgt für die geringste Kindersterblichkeit und höchste Lebenserwartung unter Entwicklungsländern, die hier der von entwickelten Industrieländern in nichts nachsteht.  Das Leben der Familien verläuft freilich sehr friedlich und stressfrei  -  nichts für Aktivisten, die ständig Abwechslung brauchen.  Aber wie viele Menschen der Dritten Welt wären glücklich über so ein Leben, wenn sie denn darüber informiert wären..

Eine kleine Wanderung brachte uns in einen Märchenwald von grün leuchtendem Bergwald und klaren Bächen mit tiefblauen Pools unter im Sonnenlicht flirrenden Wasserfällen, in denen man umschwirrt von elfengleich schimmerndenen Kolibris (sie heißen tatsächlich Wasserelfen) wundervoll baden kann.  Und in einem kleinen Waldlokal gibt es auch die nötigen leiblichen Erfrischungen..  :)

Auf der mit Sitzen ausgestatteten Ladefläche eines sechsrädrigen, noch aus sowjetischen Militärbeständen stammenden Allrad-Lastwagenmonstrums querten wir schließlich die Sierra auf abenteuerlichen Pisten und durch steilwandige Schluchten Richtung Trinidad, der an der Südküste gelegenen und in reinstem Kolonialstil erhaltenen "schönsten Stadt der Karibik":
Diese Stadt war einst eine reiche Zuckerstadt, gelegen im Tal der Zuckermühlen nahe der karibischen Küste.  Da sie verkehrstechnisch durch die Sierra vom übrigen Land abgeschnitten war, versank sie nach dem Bau der Hauptstraße nördlich der Sierra in einen jahrhundertelangen Dornröschenschlaf, aus dem sie erst in jüngster Zeit  - nunmehr erreichbar über einige gewagte Gebirgs- und Küstenstraßen -  erwachte und zur Freunde der Bewohner und Touristen als UNESCO-Welterbe nach und nach restauriert wurde.

Hier bezogen wir einige Zimmer in privaten "casas particulares", wo wir nun bei Cubanern zu Gast wohnten und auch sehr lecker bekocht wurden.
Am Mittwoch 1.Mai schlenderten wir durch die Stadt vorbei an der geschmückten und von einem großen 1.-Mai-Fest fröhlich bevölkerten Hauptplaza und bewunderten die kopfsteingepflasterten Straßen und frisch getünchten Zuckerbaron-Paläste, die heute zumeist öffentliche Museen sind.
Am Nachmittag erfrischten wir uns am Strand in den klaren warmen Wassern der Karibik, und abends staunten wir "bei den Treppen" der Hauptkirche über Musikgruppen mit heißen Salsarhythmen und die grandios dazu tanzenden Cubis.  :)

Am Donnerstag wanderten wir abermals im frischen Grün der Sierra Escambray;
und heute Freitag wurde ordentlich Strecke gemacht Richtung Osten, wobei wir bei einigen Stopps einen alten Sklavenwachturm bestiegen (lange Zeit das höchste Gebäude Cubas) und mit Sancti Spiritus eine Stadt besichtigten, die zur gleichen Zeit wie Trinidad gegründet wurde (1514), aber nie so komplett von der Entwicklung abgeschnitten war und heute deshalb deutlich entwickelter wirkt.

Nachmittags erreichten wir Camagüey, die größte Stadt des Zentrums, wo wir mit Fahrradrikschas die Altstadt erkundeten und soeben ein gutes Abendessen an einer der vielen malerischen Plazas vertilgten.

Morgen Samstag werden wir die Sierra Maestra erreichen, das wildeste und höchste Gebirge in Cuba, von wo die jungen Rebellen um Fidel und Ché damals die Revolution gegen Diktator Batista erfolgreich bis nach Havanna trugen.  Dazu später mehr  -

bis dahin ganz liebe Grüße von einer fröhlichen Gruppe aus der Ferne,
Thomas :)

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Dienstag,  7.Mai 2019    Rebellen-Versteck in der Sierra Maestra

Liebe Leute,

Samstag Abend erreichten wir das Bergdorf Santo Domingo in der weit im Osten Cubas gelegenen Sierra Maestra, nachdem wir während der Anfahrt im Bus den preisgekrönten cubanischen Film "Erdbeer und Schokolade" gesehen und in Bartolomé Mazó den Bus gegen Allrad-Taxen getauscht hatten, um die steilen Bergstraßen zu überwinden und schließlich im recht idyllisch an einem Fluss gelegenen Bungalow-Hotel eintrafen.

Gestern Sonntag brachten uns dieselben Jeeps die "steilste Straße Cubas" hinauf zum Naranjo-Pass, wo die Straße endet und zwei Wanderwege starten:  Einer führt hinauf zum Pico Turquino, dem mit fast 2.000 Metern höchsten Berg Cubas (der Freundeskreis hat diesen Berg in früheren Jahren drei Mal überwunden); ein anderer führt zur Comandancia  -  Fidels Bergversteck in den Jahren des Kampfes gegen das faschistische Batista-Regime.  Dieser Weg ist naturgemäß nicht ganz einfach zu bewältigen (und wurde von Batistas Schergen auch nie gefunden) und führte uns vorbei an den Gehöften der Bergbauern, die die Revolution damals tatkräftig unterstützten, bis hinauf zu den bis heute in Ehren gehaltenen Blockhütten der Revolutionäre, einschließlich des auf einer Bergspitze versteckten Radiosenders "Radio Rebelde" (Rebellen-Radio).

Nachmittags zurück in Santo Domingo, besuchten wir Kati und ihre Familie:  Kaffeebauern (wie alle hier), die unsere Freundeskreisgruppen nun schon seit Beginn unserer Cuba-Reisen besuchen und sich hier in den "Kaffee-Prozess" einführen lassen  -  rösten im Eisentopf über Holzfeuer, mahlen im großen Stampfer und Verkostung der wahrhaft köstlichen schwarzen Brühe eingeschlossen.  Ihre vier damals noch kleinen Kinder sind inzwischen alle groß, die älteste Tochter hat selber ein Kind, und alle vier Kinder können studieren  -  für Bergbauern absolut nicht selbstverständlich in unserer Welt, aber durchaus in Cuba..  :)

Später spazierten wir noch etwas durch das Dorf vorbei an der Dorfschule zum Fluss und erfrischten uns in einem Paladar (privates Lokal) bei einer anderen Bauernfamilie mit Mangosaft und Mojito.  Das Abendessen war dann die Krönung des Tages: ein seit Mittag über dem Feuer drehendes Schweinderl samt leckersten Zutaten demontrierte uns die kulinarischen Fähigkeiten der einfachen Bergbauern.

Heute Montag sind wir nun auf dem Weg zum letzten Abschnitt des zweiwöchigen Kernprogramms nach Santiago de Cuba, der rebellischsten und "schwärzesten Stadt Cubas" und "Musik-Hauptstadt von Son und Salsa".
Dazu bald wieder mehr  -

bis dahin fröhliche Grüße einer rundum begeisterten Gruppe,
Thomas :)

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Donnerstag,  9.Mai 2019    Santiago de Cuba

Liebe Leute,

Santiago de Cuba hat schon einen ganz besonderen Klang hier auf Cuba  -
nicht nur als Hauptstadt von cubanischem Rum und der Tanz- und Musikrichtung Salsa, sondern auch wegen seiner haitianschen Einflüsse: Viele Haitinaner kamen nach der ersten "schwarzen" Revolution nach Cuba, nachdem schon 1792 die haitianischen Sklaven ihre numerische Überzahl genutzt und die weißen Sklavenhalter kurzerhand aus dem Land geschmissen hatten.

Bei der Anreise am Montag besuchen wir die Schutzheilige der Insel, die Jungfrau von Cobre, in ihrem Heiligtum: einer Wallfahrtskirche nahe einem alten Kupferbergwerk.  In Santiago beziehen wir  - ähnlich wie in Trinidad -  einige Zimmer in Privatwohnungen, in denen wir uns sehr willkommen und wohl fühlen.  Abends schlendern wir durch die Gassen der Altstadt und essen im Sankt Pauli, einem neuen privaten Paladar eines cubanischen Deutschlandfans.  Danach gibt's noch einen Absacker  - genauer zwei oder drei -  in einer Salsakneipe bei einer wahrlich erstklassigen Musiktruppe..

Auch am Dienstag Morgen spazieren wir zunächst durch die Gassen des Viertels Tivoli, bevor wir mit dem Gruppenbus zur Flaschenhalsbucht aufbrechen.  Santiago liegt an einer solchen, die ein idealer Hafen ist und dank der engen Einfahrt immer leicht zu verteidigen war. Im Flaschenhals liegt die kleine Fischerinsel Granma, wo wir leckeren Fisch erhalten, und später die alte spanische El-Morro-Festung  - eine Bilderbuch-Burg zum Schutz der Einfahrt -  erkunden.  Abends essen wir auf der Dachterrasse eines edel anmutenden (staatlichen) Lokals und nehmen noch einen Absacker in der Hotelbar am Hauptplatz.

Heute Mittwoch besuchten wir zunächst die Moncada-Kaserne, wo Fidel die Revolution gegen Diktator Batista begann (allerdings mit einem Fiasko, welches erst im Nachhinein zu einem Erfolg erklärt werden konnte, da es den Beginn der Revolution markiert), sowie den ehrwürdigen Santa-Ifigenia-Friedhof, wo neben dem cubanischen Nationalhelden José Martí auch viele gefallene Helden der Revolution liegen sowie seit Ende 2016 nun auch Fidel selber, mit einem Findling als Grabstein.

Später fuhren wir noch an die Nordküste nach Holguín zu einem Hotel mit Pool und herrlicher Aussicht ins Land, wo wir den Inlandsflug nach Havanna morgen früh abwarten.  Damit schließt sich der Kreis, und unsere zweiwöchige Cuba-Rundreise findet einen ersten Abschluss, bevor wir in kleinerer Besetzung in die Verlängerungswoche starten.

Vorerst mit besten Gruß von einer rundum begeisterten Gruppe,
Thomas :)

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Samstag, 11.Mai 2019    Havanna: Abschluss Kernprogramm

Liebe Leute,

gestern Donnerstag erreichten wir aus Holguín nach einem frühen Inlandsflug Havanna in den Mittagsstunden und checkten wieder in unserem Hotel Plaza am Parque Central ein.  Dann enterten wir einen oben offenen Sightseeing-Doppeldecker-Bus und erkundeten so auch die neueren Bezirke von Havanna.

Nach einer kleinen Verschnauf- und Duschpause im Hotel gab es abends die angemessene Überraschung:  mehrere 50'er-Jahre-Oldtimer erwarteten die Gruppe, um nach kleiner Spazierfahrt und durch einen Tunnel unter der Hafeneinfahrt hindurch zur alten Festung La Cabana zu fahren, wo wir ein gutes Abschieds-Abendessen bestellten, aber auch die historische Kanonenschuss-Zeremonie miterleben durften:  In spanischen Original-Kolonial-Uniformen des 17. Jahrhunderts marschierte eine Einheit junger Wehrpflichtiger auf und feuerte pünktlich um 21:00 Uhr eine aus derselben Zeit stammende Kanone ab: Früher das Zeichen zum Schließen der Stadttore.  Die Tore gibt es schon lange nicht mehr, die Zeremonie aber doch noch  -  und wenn man jetzt mal kurz hochrechnet, wie viele Kanonenschüsse nun schon seit 500 Jahren auf Havanna niedergegangen sind, erklärt sich der aktuelle Zustand der Stadt doch recht einleuchtend..  ;)

Die Oldtimer brachten uns später auch wieder zurück zum Hotel, wo wir noch einen Abschieds-Absacker nahmen:  Die Kerngruppe wird uns nun verlassen müssen..

Heute Freitag vormittag fuhr die Mehrzahl der Gruppe bei bestem Wetter hinaus zu den Ost-Stränden, wo sie in märchenhaftem türkisfarbenen Wasser unter Palmen am feinsandigen weißen Strand abbaden durfte.  Später gingen einige noch in den malerischen Altstadtgassen der Stadt erfolgreich auf Souvenirsuche, bevor wir uns am frühen Abend in der Hotelbar trafen für den nunmehr unvermeidlichen "tränenreichen Abschied":  die (knappe) Hälfte der Gruppe musste nun den Heimweg antreten und wurde von unserem Bus und Guide abgeholt.  Dieser Teil der Gruppe ist mittlerweile planmäßig auf dem Heimflug, der andere Teil freute sich über ein gutes Abendessen auf der Dachterasse des Hotels Inglaterra und nimmt jetzt noch einen Absacker in der "Hemingway-Bar" (La Floridita:  die Bar, wo "Papa" als Messingfigur selber am Tresen sitzt)  :)

Wir wünschen dem heimkehrenden Teil einen ruhigen Flug durch die Nacht und hoffen, dass wir Euch bei ähnlich schöner Gelegenheit bald einmal wieder sehen  -
während wir Verlängerer morgen Samstag in den Westen ins Tabakbauerndorf Vinales weiter reisen und noch einige Strandtage anhängen werden.

Dazu später hier noch mal ein Eintrag  -
Bis dahin ganz liebe Grüße von Euren verbliebenen "Cubanern",
Thomas :)

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Dienstag,  14.Mai 2019     Vinales: Tabakfelder und Koralleninseln

Liebe Leute,

seit einigen Tagen genießen wir nun Cuba mal von der eher relaxten "Urlaubsseite" her mit viel Sonne und feinen weißen Stränden vor türkisfarbenem Wasser unter azurblauem Himmel, erste Sonnenbrände eingeschlossen.. :)

Aber Vinales hat noch mehr zu bieten:  Es ist ein lebendiges freundliches Dorf inmitten von Tabakfeldern und "Mogotes" genannten urwaldbewachsenen Kalksteinfelsen, die ein wenig an die Halong-Bucht in Vietnam erinnern und komplett durchhöhlt sind.

Während die knorrigen Tabakbauern der Gegend ihre Felder zurzeit mit Mais oder Maniok bestellen, bis sie ab Oktober wieder Tabak pflanzen  - auf eigenen Feldern, auf denen auch ihr blitzblank sauberes Häuschen steht, wo neben Kindern auch Katzen, (total friedliche) Hunde und Schweinchen im Garten stöbern -  kann man zwischen den Mogotes prima wandern oder reiten und die Höhlen erkunden.

So besuchten wir bereits die "Indianerhöhle" (die so heißt wegen der vielen Funde aus vorkolumbischen Zeiten) und erkundeten mit dem Boot einen unterirdischen Fluss durch Tropfsteinhöhlen, sowie eine ehemalige Sklavenfluchtburg ("Palenque" genannt):  Ein schmaler Gang führt durch einen Berg auf die andere Seite in ein verstecktes grünes Tal, wo in spanischer Kolonialzeit entlaufene Sklaven eine leicht zu verteidigende Zuflucht fanden, die sie möglicherweise einige Zeit vor den Bluthunden der Kopfjäger schützte.

Vinales mit seinem angenehmen Klima wird gern von Touristen besucht, weshalb hier fast jedes Haus Zimmer vermietet oder eine Bar eingerichtet hat.  Dies ist ja erst seit wenigen Jahren möglich und prägt heute das Gesicht des Städtchens äußerst positiv.  Aber nach wie vor werden am Dorfplatz abends Musik und kulturelle Veranstaltungen "fürs Volk" geboten, auch wenn es inzwischen mehr Auswahl gibt als früher.

Auch wir wohnen in einem ausgesprochen hübsch hergerichteten Haus nahe der Plaza alle zusammen in separaten Zimmerchen, die sich zu einem gemeinsamen Hof öffnen, und genießen die heutige Bar-Kultur und grüne Umgebung.

Heute Dienstag konnten wir (wer wollte) durch die grünen Felder und zwischen den Mogotes reiten;  morgen Mittwoch werden wir mit dem Boot noch einmal ein "Cayo" besuchen:  Ein der nördlichen Küste vorgelagertes Koralleninselchen, ganz wie oben beschrieben, mit schönen Möglichkeiten zum Schnorcheln zwischen farbigen Korallen und buntschillernden Rifffischen.  Donnerstag werden wir im Laufe des Tages den Rückweg nach Havanna antreten und dabei noch eine Tabakfabrik besuchen, um nach einem Abschiedsessen abends am Flughafen den Heimflug anzutreten.

Dann gibt es hier noch mal einen Eintrag  -
bis dahin sehr sonnige Grüße von einer glücklichen Gruppe,
Thomas  :)

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Freitag, 17.Mai 2019      Abschluss der diesjährigen Cuba-Gruppe

Liebe Leute,

unsere dreiwöchige Cuba-Rundreise ist heute zu einem guten Ende gekommen - die Gruppe ist bereits auf dem Weg in die Heimat.. :)

Gestern Mittwoch war noch einmal ein Strandtag auf Cayo Levisa, einem anderen kleinen der Nordküste vorgelagerten Koralleninselchen mit wieder blendend weißem Sandstrand unter Kokospalmen vor den traumhaften Blautönen von Himmel und weiter See. Einige Gäste nahmen die Gelegenheit wahr zum Schnorcheln im Riff vor der Küste zwischen bunten Rifffischen; auch beim leckeren Mittagsbufett gab es fangfrischen Fisch. Abends machte sich die nahende Regenzeit mit einigen ordentlichen Schauern bemerkbar, während wir in Vinales unser nunmehr letztes gemeinsames Abendessen genossen.

Heute Donnerstag ging es im Bus über Cubas westlichste Provinzhauptstadt Pinar del Río zurück nach Havanna. Unterwegs besuchten wir eine Tabakfabrik, wo die guten cubanischen Zigarren wie Monte Christi und Romeo y Juliet sowie Fidels bevorzugte Cohiba - eben die berühmten "Havannas" - per Hand gedreht und verpackt werden.

Unser Abschiedsessen fand in einem Gartenlokal nahe Havanna statt, und wir ließen die letzten Wochen hier noch einmal Revue passieren: Eine Reise, die in der Rückschau aufgrund der prallen Programmfülle eher wie drei Monate als wie drei Wochen erscheint.. :)

Abends gab es schließlich am Flughafen den letzten "tränenreichen Abschied":
Eine von Cubas Vielseitigkeit und den erlebten Ereignissen rundum begeisterte Gruppe machte sich wehmütig aber glücklich auf den Heimweg. Im Augenblick düst der Flieger über den nächtlichen Atlantik Richtung Europa: Kommt gut heim -
und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen an neuen unbekannten Gestaden..!! :)

Alles Gute und ganz liebe Grüße von Thomas -
ich werde erst Anfang nächster Woche nach Europa zurück kommen und freue mich schon auf meinen baldigen jährlichen Sommerurlaub zuHaus auf La Palma !! :) :)

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