Reisetagebuch Cuba-Trekk Januar'06

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Reisetagebuch des

Cuba-Trekks  Sierra Maestra  20.01.- 10.02.06
 

1.)  Mittwoch, 25. Januar 2006, Trinidad:    “Madrid -  Havanna -  Trinidad”

liebe leute,

hier aktualisieren wir zum ersten mal unser neues reisetagebuch von unterwegs aus:
einen herzlichen gruss senden wir allen interessenten aus trinidad, cuba.

die anreise verlief bereits abenteuerlich genug: waehrend alle uebrigen gaeste den cuba-flieger in madrid erreichten, verspaetete sich der berliner zubringer wg. schlecht-wetter derart, dass die berliner nur noch in die duesenschwaden des davondonnernden fliegers blicken konnten...

einer der berliner war ich, der reiseleiter. na, da hatten die anderen haengenbleiber ja glueck, denn so konnten wir wenigstens alle noetigen reklamationsmassnahmen treffen und wurden von iberia in ein schickes flughafenhotel eingewiesen, wo wir bei bester rundumversorgung 24 stunden auf den naechsten flieger warten durften.  wir nutzten die zeit fuer eien ausgiebigen madrid-bummel, am naechsten tag lief dann auch alles problemlos u wir fanden in havanna sogar unser gepaeck vollzaehlig vor.

die anderen hatten derweil mit manuel, unserem cubanischen (und gut deutsch sprechenden) fuehrer, bereits einen interessanten tag in havanna hinter sich gebracht.  bevor wir nun am sonntag frueh (nach stuermischer begruessung) planmaessig havanna verliessen, unternahmen wir zuspaet gekommenen noch einen flotten rundgang durch die huebschen gassen havannas altstadt sowie das bronx-artige viertel im zentrum.  alles weitere muessen wir nun auf den letzten tag verschieben...

auf der fahrt auf der cubanischen autobahn nach santa clara durchfuhren wir bereits weite zuckerrohr- und zitrusplantagen. die laenge dieser fahrt verkuerzten wir uns mit dem film "die reise des jungen ché", denn in santa clara wollten wir kurz das che-guevara-memorial besuchen u die reste des panzerzuges tren blindado, mit dessen eroberung der ché damals die revolution entschieden hat.  da war der film eine gute einstimmung, ich hatte ihn zuvor aus d-land mitgebracht.  unser bus verfuegt ueber einen dvd-anlage. 

das memorial hatte leider schon geschlossen, weil sonntag schon 17:00 uhr statt 21:00 uhgr geschlossen wird und wir so spaet dran waren wg. des morgendlichen zusaetzlichen stadtbummels...

unser hotel am idyllischen hanabanillasee war nur per boot zu erreichen, weil ein stueck strasse versunken ist. war aber alles perfekt organisiert..

gestern unternahmen wir dann eine bootsfahrt auf dem see u eine wunderschoene kleine wanderung in einer von wasserfaellen und tuerkis schimmernden badeteichen ganz verwunschen wirkenden urwaldwelt.  ein nahe liegendes bauerndorf beeindruckte uns mit sauberkeit und dorfidylle, gesundheitszentrum, kindergarten und schule, ruhigem leben und dorfladen/kneipe -  ganz anders als man es sonst in entwicklungsláendern erwartet und erlebt.

heute nun durchquerten wir die sierra escambray und landeten in trinidad, der zwischen gebirge und meer eingekesselten seit 200 jahren weitgehnd unveraenderten kolonialstadt mit ihrem historischen charme. ein sprung in den atlantik erfrischte die gruppe, waehrend der reiseleiter hier die seite aktualisieren tut.. ;-)  

jetzt gibt es erst mal guten fisch zum abendessen, morgen geht es weiter durch zentralcuba nach osten.  da die internet-zeiten hier kontingentiert sind, muss ma nsehr schenll schreiben, ich bitte um vergebung wg schreibfehlern und formmaengeln...

weiteres so bald als moeglich, bis dahindie gewissheit, dass alle teilnehmer gesund und munter und bestens drauf sind...!!!

2.)  Donnerstag, 2. Februar 2006, Santiago de Cuba:  “Sierra Maestra, Trekking”

liebe leute,

hier nun in kuerze ein weitere bericht, diesmal ueber die gluecklich und gesund ueberstandene be- und ueberteigung des hoechsten berges von cuba, des pico turquino:

nach den weiten zuckerrohrplantagen rund um trinidad und einer anreise ueber camaguey in zentralcuba erreichten wir die im suedosten gelegene sierra maestra, das hoechste und wildeste gebirge cubas.  in dem bergdorf santo domingo fanden wir unterkunft in einigen gemuetlichen kleinen huetten an einem fluss. die cafe-bauern der umgebung schickten uns ihre musikgruppe, eine der besseren hier der gegend. da waren wir alle ganz begeistert und haben uns maechtig dazu "bewegt".. ;-)

unsere erste wanderung fuehrte uns hoch in die unzugaenglichen berge zur sogn. comandancia, dem bergversteck der guerillas um fidel und che in den 50iger jahren. hier sammelten sie die bauern der umgebung fuer ihren letztlich erfolgreichen kampf gegen die batista-diktatur.  es handelt sich um einige sehr versteckt gelegene holzhuetten, mit kuechen und "krankenhaus", in welchem sie auch die bauern versorgten.  ein besuch bei der familie eines cafe-bauern mit verkostung des guten sierra-cafes rundete den tag ab.

am folgenden tag ging es frueh los zu unserer durchquerung der sierra bis zur kueste.
nur mit dem noetigsten gepaeck belastet, ging es zunaechst einen steilen treppenpfad hoch hinauf in ein abgelgenes bergbauerndorf, 80 einwohner, aber wieder mit krankenstation, schule, video- und fernseh-schule etc..  einige gaeste aus der gruppe fuehrten eine menge medikamente mit sich, die wir hier der krankenstation uebereichten.  die buergermeisterin dankte uns persoenlich fuer die hilfe und unser interesse an ihrer situation.

weiter ging es immer hoeher hinauf, ueber insgesamt elf gipfel, haeufig direkt auf der wasserscheide mit fernsicht bis in die cubanische tiefebene im norden und das meer im sueden durch wunderschoenen berg-regenwald.  am spaeten nachmittag war das erste camp erreicht.  hier stellten wir fest, dass eine weitere kleinere deutsche gruppe anwesend war, was die eh beengten verhaeltnisse noch weiter verengte.  aber man wusste sich schnell zu arrangieren... (im weiteren verlauf der reise stellte ich sicher, dass uns eine solche doppelbelegung auf spaeteren reisen nicht noch einmal passiert)

dieses campamento ist eigentlich fuer cubanische jugendgruppen gedacht, bei seiner anlage war erkenntlich nicht mit europaeischen touristen gerechnet worden.  entsprechend einfach die installationen:  ein wirklicher einblick in die cubanische lebensrealitaet.  in einem holzverschlag wurde im lehmofen und am lagerfeuer gekocht, aber wir erhielten mit diesen einfachen mitteln das wohl leckerste abendessen auf der bisherigen reise..

die nacht in zwei gemeinschftsraeumen war logischerweise etwas "verschnarcht", aber dafuer konnten wir den wohl schoensten sternenhimmel unseres lebens bewundern.  einiger rum und geschichtenerzaehlen halfen beim einschlafen..

oweh - hier ist geschaeftsschluss, muss raus aus dem i-net-cafe. ein andermal mehr..

3.)  Freitag,  3. Februar 2006,  Baracoa:          “Fortsetzung  Sierra-Trekking”

liebe leute,

hier nun die fortsetzung des trekking-berichts:

frueh am folgenden morgen, nach einem improvisierten fruehstueck noch im dunkeln, fand uns die aufgehende sonne bereits wieder unterwegs am berg: steil ging es eine volle stunde hinauf auf den pico joaquin, einen vorberg des pico turquino. von nun an befanden wir uns bereits auf dem zum hoechsten gipfel fuehrenden kamm.  am  "affenpass" halfen leitern beim klettern durch die mit tropischem nebelwald bewachsenen waende  - keine sorge, es ist nirgends wirklich ausgesetzt oder gefaehrlich, aber doch reichlich abenteuerlich... entsprechend zog sich die gruppe immer weiter auseinander, weil einige den aufstieg flotter bewaeltigten als andere.  es ist absolut wichtig, dass am berg jeder sein eigenes tempo gehen kann, damit sich niemand zu sehr erschoepft.

gegen fruehen mittag erreichten wir den pico turquino, denmit 1974 metern hoechsten gipfel cubas. nach einer angemessenen pause mit sonnenbad ging es dann weiter auf den zweithoechsten gipfel, den pico cuba, wo uns ein vorbereitetes picnic mit tee und belegten broten erwartete.  nach den anstrengungen des aufstiegs erwarteten uns nun beinahe 2000 hoehenmetermeter abstieg - nicht wenige wuenschten sich zwischendurch ein wenig aufstieg zurueck...

insbesondere beim abstieg kamen uns die mitgebrachten teleskopierbaren wanderstoecke zugute.  sie sind wohl auch der wichtigste tipp, den man den folgenden gruppen ans herz legen kann.  sie ersparen einem das groebste an schmerzenden knien...

da das folgende camp auf 600 meter noch immer komplett zerstoert ist von den vergangenen herbststuermen, gingen wir direkt durch bis nach las cuevas, dem letzten camp des trekkings unten an der kueste. reichlicher wellengang machte zwar die hoffnung auf ein erfrischendes bad in der karibik fuer diesen tag zunichte, aber eine dusche spuelte den staub von den schmerzenden gliedern und machte uns bereit fuer saubere kleidung, denn unser bus mit den koffern war nach einer umrundung der sierra ebenfalls rechtzeitig eingetroffen.  nach einem frischen kuehlen wasser resp. bier regten sich die ersten lebensgeister wieder, und bald wurden mit grossem hallo die nach und nach eintreffenden wanderer begruesst. ueber einem feuer rotierte hier schon seit dem morgen ein spanferkel, welches uns nun zu unserer grossen freude und ueberraschung (na gut  - der RL hatte eine idee davon, hatte er es doch bestellt..;-) von den ueberaus freundlichen cubanischen park-mitarbeitern mit frischem salat sowie reis und bohnen kredenzt wurde.  mmmhhh....

die letzte nacht des trekkings verbrachten wir an der kueste in zelten, bevor wir am folgenden morgen mit unserem bus die wunderschoene kuestenstrecke bis nach santiago de cuba reisten, natuerlich nicht ohne einen ausgiebigen badestopp unterwegs an schoenem strand unter schattenspendenen meertraubenbaeumen.


abschliessend ist zum trekking zu sagen, dass es einige tage aussergewoehnlicher erlebnisse waren, allerdings auch aussergewoehnlicher anstrengungen.  eine teilnehmerin blieb deshalb von vornherein in dem bergdorf santo domingo und machte von dort aus mit unserem ausgezeichneten cubanischen fuehrer manuel einige kleiner wanderungen entlang der romantischen bachlaeufe zu den einheimischen kaffeebauern etc, bevor der bus zur ebenfalls sehr interessanten reise rund um die sierra durch die schmucken, sauberen und aufgeraeumten doerfchen zum gemeinsamen treffpunkt an der suedkueste aufbrach.

fuer die teilnehmer des trekkings sind ein schlafsack (nicht huettenschlafsack) und die wanderstoecke geradezu unverzichtbar, will man die wanderungen geniessen.  die nacht am pico joaquin wurde empfindlich kuehl, auf (eben nicht) vorhandene decken darf man sich keinesfalls verlassen, der schlafsack sollte fuer temperaturen um 10 grad tauglich sein. fuehrer, wasser und verpflegung werden von der parkverwaltung gestellt.

folgender bericht aus santiago de cuba.

4.)  Freitag,  3. Februar 2006,  Baracoa: 
     “Santiago de Cuba,  Guantánamo, Baracoa”

liebe leute,

bevor wir  - von der suedlichen kuestenstrasse entlang der majestaetischen sierra maestra kommend - santiago erreichten, passierten wir bei einem kupferbergwerk das geistliche heiligtum cubas, die wallfahrtskirche el cobre (kupfer) mit der offiziellen schutzheiligen der insel, der virgen de la caridad (jungfrau der barmherzigkeit).

diese heilige ist bei den cubanern sehr beliebt, da sie tatsaechlich eine heilige fuer alle ist: fuer die eher katholischen kreolen (spanischstaemmigen) als jungfrau maria, fuer die meisten schwarzen nachkommen der sklaven als ochun, der hoechsten heiligen der santeria- kultur. hemmingway stiftete dieser nationalheiligen seine nobelpreis-medaille, die hier verwahrt wird.

in santiago checkten wir im noblen hotel casagranda an der hauptplaza ein und machten uns ein wenig frisch, bevor wir auf einen ersten erkundungsgang durch die gassen aufbrachen. santiago sprudelt geradezu vor quirligem leben, ueberall musik und afrocubanische rhythmen. kein lokal ohne einschlaegige band, abends besuchen wir die casa de la trova, wo bis spaet gefeiert und getanzt wird...

am naechsten morgen folgt der offizielle stadtrundgang, wir besuchen das aelteste haus cubas - das gouverneursgebaeude des stadtgruenders diego de velasquez -, und das rum-museum, in welchem uns herstellung und spezifische eigenarten des rums erlaeutert werden.  mittags essen wir in einem peso-lokal (einheimische waehrung) unter cubanern und erfrischen uns mit cafe cubano. 

nachmittags ist im prinzip frei, damit jeder mal nach lust und laune durch die gassen bummeln oder in einem cafe das einheimische bunte treiben beobachten kann. im carnevalsmuseum gibt es eine besonders interessante darbietung afrocubanischer musik mit santeria-einfluessen...

abends habe ich ein ganz spezielles essen in einem paladar, einem privatrestaurant, organisiert: lecker langusten etc...

am naechsten tag erkunden wir die umgebung von santiago: in der nach der revolution zur schule umfunktionierten moncada-kaserne der batista-zeit erhalten wir einen einblick in die wirren anfaenge der cubanischen revolution, denn hier fand der erste ueberfall der jungen revolutionaere auf die hochgeruesteten batista-soldaten statt, der im fiasko endete, aber doch das fanal fuer die ausloesung der letzlich siegreichen revolution setzte. spaeter erkunden wir die kerker der morro-festung, mit der die spanier zur kolonialziet die einfahrt zur bucht von santiago bewachten. auf einer kleinen, von fischern bewohnten insel gibt es ein reichhaltiges und leckeres einheimisches seefruechte-menue.  wir wissen laengst, dass trotz der zwei unterschiedlichen waehrungen die cubaner schon lange nicht mehr hungern muessen, wie man bei uns teilweise immer noch glaubt...

abends besuchen einige noch mal die musiktempel der stadt, jedoch am folgenden morgen heisst es unwiderruflich abschied nehmen von dieser unvergesslichen stadt..

so verliessen wir gestern santiago mit etwas wehmuetigen gefuehlen, wurden aber bald von den neuen eregnissen in beschlag genommen:

in der naehe der beruehmten guantanamo-bay konnten wir von einem beobachtungshuegel in die amerikanische enklave schauen und entdeckten mit unseren fernglaesern hinter minenfeldern, todesstreifen und stacheldraht (hier im unterschied zur ehemaligen innerdeutschen grenze von amerikanischer seite aus aufgebaut)  die am strand gelegenen kaefige der taliban-gefangenen.  geradezu unwirklich die situation, wie wir hier von cuba aus bei cuba libre und mojito in diese westliche festung schauen...

eine atemberaubend schoene fahrt durch die gebirge des cubanischen ostens bringt uns schliesslich nach baracoa, der oestlichsten stadt cubas. hier leben die menschen sehr abgeschieden und original hauptsaechlich von cacao.  hier wird die beste schokolade cubas und vielleicht lateinamerikas gewonnen und teilweise exportiert, aber z.b. auch in der oertlichen casa de chocolate allgemein angeboten.  ein beschauliches staedtchen mit netten bewohnern, dass gleich unser herz gewinnt. abends finden wir durch die tipps der einheimischen wieder einen paladar mit super leckerem essen...

heute nun beginnen die hiesigen wanderungen  - davon spaeter mehr.

da die internet-moeglichkeiten hier und im weiteren verlauf der reise nicht zuverlaessig sind, werden wir diese seite wohl erst in havanna wieder aktualisieren koennen. heute und morgen stehen wanderungen in der umgebung baracoas auf dem programm, unter anderem die besteigung des wahrzeichens von baracoa, einem eindruecklichen tafelberg im alexander-von-humbold-nationalpark.  danach werden wir uns noch einige tage von den vielfaeltigen eindruecken erholen auf dem cayo saetia, einem vorgelagerten inselchen mit schoenen straenden, bevor es zurueck nach havanna geht.

allen teilnehmern geht es ausgezeichnet, alle sind gesund und munter und total begeistert von den wunderschoenen reiseerlebnissen. wir gruessen alle unsere lieben daheim und wuenschen euch alles gute.

bis demnaechst,
thomas

5.)  Freitag,  10. Februar 2006,   Havanna: 
     “Cayo Saetía, Rückreise nach Havanna”

liebe leute,

die wanderungen in baracoa hatten unsere erwartungen voll erfuellt, insbesondere die besteigung des wahrzeichens von baracoa, der tafelberg el yunque, war ein ganz spezieller genuss.  baracoa bleibt uns in erinnerung als ein farbenfroher, freundlicher und ruhiger ort mitten in den dampfenden regenwaeldern des abgelegenen ostens mit sehr afrikanischem ambiente...

die weiterfahrt brachte uns zum besucherzentrum des alexander-von-humboldt-nationalparks und spaeter zu den nickelabbaugebieten rund um moa, wo fruehindustriell wirkende fabriken die rote erde verkochen und beaengstigend farbigen rauch aus allen schloten puffen...

auf dem abgelegenen inselchen cayo saetia wollten wir uns dann die letzten tage von den vielfaeltigen eindruecken der reise erholen  - allein die reservierung lag nicht vor, die huetten waren besetzt, und nun kam zum tragen, dass diese insel eben so wunderschoen abgelegen liegt: wir mussten bis in die touristengebiete um guardalavaca weiterfahren, um ueberhaupt irgendwo schlafen zu koennen... nun gut - dort gab es all inclusive, aber gleich nach ankunft war uns allen klar, dass wir hier nciht die letzten tage verbringen wollen: eine praechtige, aber absolut sterile anlage ohne jedes cuba-ambiente empfing uns mit kilometerlangem buffet und langem relativ vollem strand... das ist also das abgeschottete touristen-cuba, von dem so viel die rede ist - wer hier her kommt, lernt von cuba wirklich ueberhaupt nix kennen..!!

als kleine entschaedigung organisieren wir den besuch von chorro del maita, dem hier in der naehe gefundenen groessten vorkolumbischen graeberfeld der karibik:  ein bauer fand beim plumpsklobau knochen im aushub und alarmierte die polizei, die ihrerseits die archaeologen informierten.  eine sehr interessante fuehrung erlaeutert uns die details der ueberaus liebevoll freigelegten und am originalfundort verbliebenen knochen von 62 skeletten mitsamt grabbeigaben.  zum schutz der anlage hat man ein museum ueber das freigelegte graeberfeld gebaut.

am naechsten morgen duerfen wir dann doch auf unser inselchen, auf dem sogar staatschef fidel castro im sommer urlaubt.  fuer so hohen besuch ist es hier noch relativ einfach und gemuetlich, aber rund um die huetten der lodge grasen bueffel und springen antilopen.  ein kamel fuehrt sein neugeborenes kalb um die huetten, und papageien fliegen schreiend zu ihrem schlafbaum...

wir unternehmen eine kleine wanderung zu einem wunderschoenen traumstrand und eine jeepsafari, um die versteckter in der savanne der insel lebenden antilopen und zebras zu finden.  frueher wurden diese aus afrika und indien eingefuehrten tiere von staatsgaesten gejagt, aber inzwischen steht alles unter schutz und es gibt nur noch fotosafaris...

am mittwoch schliesslich verlassen wir das inselchen und fahren nach holguin, wo uns ein inlandsflieger erwartet und zurueck nach havanna bringt. die hauptstadt kommt uns nach dem ruhigen und so ordentlich und aufgeraeumt wirkenden landleben noch quirliger und morbider vor als zu anfang. letzte einkaeufe werden getaetigt und ein abschiedsessen in hemingways lieblingsbar la bodeguita del medio organisiert, bevor es in der donnerstag nacht endgueltig nach hause geht.

eine wunderschoene zeit geht zu ende, die uns allen wieder viel neue erfahrung, nette bekanntschaften und manche unerwarteten einsichten gebracht hat...

ich selbst - reiseleiter thomas -  bleibe in havanna, um von hier aus einen abstecher nach quito in ecuador zur vorbereitung der vorgesehenen galapagos-reisen zu unternehmen.  danach werde ich hierher zurueck kehren und in havanna die neuen gaeste der maerzgruppe bei ihrer ankunft empfangen. ich freue mich schon darauf  - und werde dieses tagebuch auch mit der neuen gruppe weiter fuehren.

wir bleiben in verbindung !!!  alles gute und bis bald

thomas

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